Hebräer 11,8 diente dem Apostel als Grundlage für die Predigt: "Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme". Die Parallele in die heutige Zeit war schnell klar. Auch wir wissen oft nicht, wohin unsere Reise geht. Abraham ist für uns ein Beispiel und Vorbild für Glauben, Demut und Geduld. Abraham war gehorsam, weil er seinem Gott vertraute und seinen Glauben lebte. Durch den Glauben gehorsam sein, heisst für uns:
- Die Gebote Gottes hochhalten: Auch wenn wir nicht in der Lage sind, die 10 Gebote immer zu befolgen, sind sie wichtige Orientierung in unserem Leben.
- Das Evangelium leben: Nächstenliebe praktizieren, vergebungsbereit sein, sich der Gnade Gottes dankbar bewusst sein, das sind Kernbotschaften des Evangeliums Christi. Im vorgetragenen Lied wurden diese besonders beleuchtet.
"S'git doch gäng no hufe Mönsche, wo eim mängisch nötig hei. S'gäb so viel, wo si sech wünsche und si blibe glych elei. Nimm dir Zyt für andri Lüt - Nächschteliebi choschtet nüt."
- Geduldig bleiben und vertrauen: Gehorsam im Glauben ist verbunden mit Geduld. Oft möchten wir, dass Gott unsere Anliegen, die wir vor ihn tragen, etwas schneller erfüllt.
Der Apostel bildete dazu den Begriff "Segensbeschleuniger". Auch bei Abraham finden wir ein Beispiel von mangelnder Geduld. Als er alt war und die Verheissung, dass er einen Sohn haben würde, sich noch immer nicht erfüllt hatte, wollte er das Ganze beschleunigen und selber nachhelfen. Er hat sich zur jungen Magd ins Bett gelegt. Tatsächlich wurde ihm so der Knabe Ismael geschenkt. Das war aber nicht der Wille Gottes. Abraham und seine Frau Sarah durften später erleben, dass Gott zu seiner Verheissung steht. Obwohl beide schon recht alt waren, wurde ihnen der gemeinsame Sohn Isaak geschenkt. Auf diesem Isaak lag der Segen Gottes.