Christus, das Haupt der Kirche

30.11.2022

An diesem Mittwochabend war die Gemeinde "erfüllt von Christus". Ein Höhepunkte war die Heilige Versiegelung eines Kindes, aber es gibt noch anderes zu berichten .

Apostel Thomas Deubel fand sich als erster im Kirchengebäude ein. Es ist speziell und schön, von einem Apostel an der Türe begrüsst zu werden. So durften es beispielsweise die Musizierenden des Gemeindeorchesters erleben, sie sind auch früh eingetroffen. Der Apostel erwähnte, dass er bereits am Nachmittag in Lenzburg war und Zeit hatte, die weihnächtlich geschmückte Altstadt kennenzulernen und den grossen Christbaum zu bewundern. Er stellte sich und den Gottesdienstteilnehmenden die Frage, ob wir bereits Zeit gefunden hätten, Adventsstimmung in uns einkehren zu lassen und uns auf Weihnachten zu freuen.

Im Textwort zum Gottesdienst aus Epheser 1,22-23 heisst es:"Und alles hat er unter seine Füsse getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welches sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt." Eine andere Übersetzung ist etwas verständlicher: "Gott hat alles der Herrschaft von Christus unterstellt und hat Christus als Herrn über die Gemeinde eingesetzt. Die Gemeinde aber ist sein Leib, und sie ist erfüllt von Christus, der alles ganz mit seiner Gegenwart erfüllt." Ist uns bewusst, dass wir als Gemeinde den Leib Christi bilden, in den wir mehr und mehr hinenwachsen sollen? Neuapostolisch ausgedrückt "wollen wir uns von der Liebe Gottes immer mehr erfüllen lassen". Dies tönt so selbstverständlich. Wenn wir aber ehrlich zu uns sind, müssen wir eingestehen, dass es sehr schwierig ist. Oft setzen wir beispielsweise hinter unsere Nächstenliebe das Wörtchen aber. Wir sagen zwar "ich liebe meinen Nächsten", haben aber doch diesen oder jenen Vorbehalt.

Christus ist unser Vorbild als Herr und Haupt der Gemeinde. Wie es im schönen Chorlied heisst, dürfen wir gewiss sein "Der Heiland sorgt für dich". Wir sind uns bewusst, dass es uns nicht gelingen wird, zu tun und zu handeln wie Jesus Christus, weil wir noch sündige Menschen sind. Der Apostel erwähnte ein interessantes Wortspiel: "Wir sündigen, weil wir Sünder sind" und nicht "Wir sind Sünder, weil wir sündigen." Wir dürfen aber sicher sein, dass Gott uns liebt und uns seine Gnade schenkt. Das soll uns ermuntern, an uns selber, unserer Gemeinde und dem Werk unseres Gottes mitzubauen und dabei seine Liebe in die Welt zu tragen. 

In diesem Gottesdienst empfing ein Kind die Gabe des Heiligen Geistes. Der Apostel wies dabei auf das vom Chor zu Beginn gesungene Lied hin "Mit dem Herrn fang alles an". Er dankte den Eltern, dass sie diesen Schritt mit ihrem Kind machen und mit dem Segen von Gott beginnen. Er gab ihnen den Ratschlag, mit ihren Kindern jeden Tag mit einem Gebet zu beginnen und den Tag mit dem Herrn abzuschliessen. So gelingt es, die Gegenwart von Jesus Christus in die Seele der Kinder hineinzulegen.

Einen wunderbaren Schlusspunkt setzten die Musizierenden. Zwei Celli, Querflöte, Bratsche und Gitarre spielten das bekannte Lied "Sound of Silence". Es wurde belohnt mit einem grossen Applaus.