Metaphern für den Glaubensweg - die Zwei Häuser - von der Raupe zum Schmetterling

19.02.2023

Trostgottesdienst für den verstorbenen Franz Schäffel

Am Sonntag, 19.02.2023 hielt Bischof Peter Jeram einen Trostgottesdienst für die Trauerfamilie und die Trauergemeinde in der neuapostolischen Kirche Steyr, dem er das Wort aus 2. Korinther 5, 1-2 zu Grunde legte: Denn wir wissen: Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel. 2 Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden.


Zu Beginn des Trostgottesdienstes ging Bischof Jeram auf die Vergänglichkeit des menschlichen Körpers ein. Er zeichnete das Bild eines Hauses und sagte: „Ein Haus ist nur dann ein richtiges Haus, wenn es bewohnt wird - wenn jemand darin lebt. “Dieses Haus, der Körper ist uns von Gott geschenkt, dieses Haus ist vergänglich und wird eines Tages abgebrochen und der Körper wird sterben. Doch dann wies Bischof Jeram auf das zweite Haus hin, dass uns Menschen von Gott geschenkt wurde. Das inwendige – unsichtbare Haus, die Seele. Dieses Haus ist unvergänglich, es lebt ewig.

Danach stellte Bischof Jeram den verstorbenen Glaubensbruder Franz Schäffel in den Mittelpunkt: „Unser Bruder, Franz Schäffel – sein Leben war ein Haus von Gott erbaut – was Gott in im wirkte und was Bruder Schäffel für «seine Gemeinde» wirkte, war Jesus-Liebe. “Er war immer der Erste, der in der Kirche war und der Letzte der ging. Er erkannte in jedem von uns Jesus Christus”.

Später rückte Bischof Jeram ein berühmtes Kinderbuch in den Fokus. Darin geht es um eine kleine Raupe die sich durch allerlei Lebensmittel frisst, sich danach in einem Kokon verpuppt und dann in einen wunderschönen, bunten Schmetterling verwandelt.
Dies verwendete Bischof Jeram als Metapher: „Wir sind auch so eine Raupe, die mit Jesus durchs Leben geht, unsere Nahrung ist die Liebe und wir erleben mit Jesus so einiges im Leben, irgendwann werden wir auch in einem Kokon liegen und sterben aber dann werden wir zu einem Schmetterling, der zum Himmel emporsteigt.”

Wo Jesus Christus ist, muss der Tod weichen, denn beim Herrn ist das ewige Leben! 

 

Werner Degenfellner | Nicole Degenfellner