Die Reise am vergangenen Donnerstag führte mich nach Wasen im Emmental. Dort haben wir eine schöne Gemeinde. Kurz vor dem Bestimmungsort liegt von Huttwil kommend die Fritzenfluh, ein Übergang auf knapp tausend Metern Höhe. Die Besonderheit daran ist ein kurzer Tunnel am Scheitelpunkt, der nur einspurig befahren werden kann.
Neben der Gemeinde Wasen war zusätzlich die Gemeinde Langnau i. E. eingeladen. Unterwegs begleitete mich im Herz die Frage: Wen werde ich wohl alles sehen? Die beiden Gemeinden kenne ich von meiner Tätigkeit als Bezirksevangelist. Was für eine Freude, nach fast sechs Jahren die Geschwister an diesem Ort wiederzusehen. Sie sind dem Herrn treu geblieben. Das berührt das Herz.
Die vorweihnächtliche Stimmung umhüllte uns wie ein wärmender Mantel. Herausgehoben aus dem Alltagsgeschehen und der Hektik unserer Zeit erlebten wir miteinander ein Stück Himmel. Seht den liebevoll gestalteten Altaschmuck, der das Geburtsgeschehen unseres Heilandes darstellt. Der Chor aus den beiden Gemeinden sang in unsere Herzen.
Bei der Verabschiedung konnte ich mein Namensgedächtnis testen. Obwohl mir die Gesichter allesamt bekannt waren, gelang es nicht auf Anhieb überall, auch den Namen richtig zu sagen. Aber im Herzen sind und bleiben wir verbunden.
Der Voralpenexpress brachte mich am Sonntagmorgen von Rapperswil nach Herisau. Auf der Fahrt durch die von der Morgensonne beleuchtete Landschaft unterquerte ich im Bahntunnel vom Toggenburg ins Appenzellerland die Wasserfluh. In Herisau warteten bereits der Bezirksälteste und seine Gattin auf mich. Zur Begrüssung gehörten ein Becher Kaffee und ein Gipfeli.
Gemeinsam gingen wir zum Gottesdienstort St. Gallen. Das freudige Begrüssen an diesem dritten Adventssonntag war einmal mehr ein beglückendes Erleben. Die erwartungsfrohe Gemeinde vor Ort, wie auch die im Bezirk angeschlossenen und die kranken und betagten Geschwister wollten durch das Wirken des Heiligen Geistes Jesus Christus in der Mitte der Gemeinde erleben. Gott in seiner Güte und Liebe machte es möglich.
Der Bezirkschor und das Bezirksorchester erfreuten die Zuhörenden mit ihren Vorträgen.
Auch auf dem Heimweg soll ich nicht mit leerem Magen reisen. Panettone und dazu ein Espresso ist das Mittel gegen aufkommenden Hunger.
Auf dem gleichen Weg ging es zurück. Vom Nebel an die Sonne und dann wieder in den Nebel. So ist es auch im Geistigen. Auf unserem Weg dem Ziel entgegen gibt es die unterschiedlichsten Situationen und Herausforderungen. Am Ende gibt es keine Kälte mehr, nur noch Licht und Wärme.