Woche 52 / 2023

25.12.2023

Dankbar und freudig schaue ich auf die zurückliegenden Tage. Das Weihnachtsfest 2023 ist jetzt Teil der Erinnerung.

Viele schöne, persönliche Begegnungen, Karten und Briefe mit Weihnachtswünschen, die die Verbundenheit untereinander bestätigen, gehören zu diesem Erinnerungsschatz. In jedem Gruss der eingegangenen Post finden sich Herzensgedanken und Herzensverbindung.     

Einmal im Jahr findet in der Verwaltung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Gottesdienst statt. In der Woche vor Weihnachten versammeln wir uns in diesem speziellen Kreis, um gemeinsam unter das Wort Gottes zu kommen, Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl zu feiern und miteinander zu singen. Es sind berührende Augenblicke, einander für einmal nicht bei der Arbeit zu begegnen, sondern aus der Ausrichtung auf das Göttliche Kraft zu schöpfen.   

Am Dienstagnachmitttag konnte ich einmal mehr erfahren, dass in der Begegnung mit Geschwistern in besonderen Lebenslagen nicht ich der Schenkende, sondern der Beschenkte war. Es sind Augenblicke, wo mir die wahren Werte wieder so richtig ins Zentrum gerückt werden. Der Blick in strahlende Augen gepaart mit ansteckender Freude machen sehr demütig. Menschlich gesehen könnten diese Glaubensgeschwister mit dem Schicksal hadern, sie tun es aber nicht und sind mir durch ihre positive Ausstrahlung leuchtende Vorbilder.     

Auch durch mehrmaliges Umsteigen kommt man ans Ziel. Die Reise nach Zollikofen, vor den Toren Berns brachten mich mit Zügen und dem Bus rechtzeitig zum letzten Adventsgottesdienst dieses Jahres. Die Glaubensgeschwister dieser Gemeinde darf ich auch seit sehr vielen Jahren kennen und schätzen. Das Wiedersehen war dementsprechend. Dem Orchester und Chor zuzuhören, von denen ich alle Mitwirkenden persönlich kennen darf, hat mir wohlgetan. Den Diakon und Eiferer für die Sache des Herrn, den ich zur Ruhe setzte, ist ein Weggefährte aus der Zeit, als ich in Bern-Breitenrain als Priester wirkte. Die Gemeinde erhielt in der Ordination eines Diakons ein besonderes Geschenk.

Am Freitagmorgen stand in meinem Kalender der Eintrag: «Telefonate an Geschwister in schwierigen Situationen». An diesem Morgen hatte ich mir dafür extra Zeit reserviert. Für viele Glaubensgeschwister ist die Weihnachtszeit im Jahreslauf eine schwierige Phase. Traurigkeit und Verzweiflung anstelle von Freude und Weihnachtsstimmung. Mit wenig Aufwand können wir alle etwas Licht und Hoffnung bringen.

Für einen Augenblick mutet es etwas eigenartig an. Es ist Sonntag und Heiligabend und es finden keine Gottesdienste statt. Die Gedanken verweilen trotzdem am einstigen und künftigen Geschehen im göttlichen Heilsplan. Es gibt dafür genügend Gelegenheit, sich auszutauschen und auch still zu verweilen.

Bischof Fässler holt mich am Weihnachtsmorgen ab und gemeinsam geht die Fahrt nach Brugg-Windisch. Es sind Reisen, die ich schätze, gibt es doch die Möglichkeit zu einem Gedankenaustausch und Einstimmung auf das folgende Erleben.

Eine Woche zuvor hat die Gemeinde ihre neu renovierte Kirche nach einigen Monaten Bauzeit wieder in Besitz genommen. Die Freude darüber gepaart mit der Weihnachtsfreude sind in die Gesichter geschrieben.

Gott ist Mensch geworden, um den Menschen die Rückkehr zu ihm zu ermöglichen! Der Heilsbringer Jesus Christus ist gekommen, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Es ist der Ausdruck der vollkommenen Gottesliebe, dessen wir uns an diesem Weihnachtstag in besonderem Mass bewusstwerden dürfen.

In der Heiligen Versiegelung der kleinen Aileen darf die Gemeinde die Vollendung der Wiedergeburt für unser junges Gotteskind erleben. Mitten im Orchester entdecke ich einen kleinen Glaubensbruder, der mit viel Hingabe Violine spielt. Es ist für mich ein besonderer Aufsteller. Jung und Alt helfen mit. Danke an die Verantwortlichen, die solches fördern und unterstützen.

Weihnachtsgottesdienst mit Bezirksapostel Jürg Zbinden in der Gemeinde Brugg-Windisch - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)

Als Erinnerung an das gemeinsame Erleben des Weihnachtsgottesdienstes darf ich einen aus Holz liebevoll gefertigten Tannenbaum, der Teil der Dekoration auf den Fensterbänken war, mit nach Hause nehmen.