Die Tage der Bezirksapostelversammlung mit den wunderschönen Augenblicken der Gemeinschaft und dem gewaltigen Pfingsterleben liegen bloss eine Woche zurück. Aus den geplanten Ferientagen nach Pfingsten wurden unvermittelt – bedingt durch nicht Vorhersehbares – intensive Arbeitstage.
Am Freitagnachmittag konnte ich mich endlich wieder den geplanten Terminen zuwenden. In Goldach am Bodensee, ganz in der Nähe von Rorschach, wartete ein Jubelpaar auf den Segen zur Gnadenhochzeit. Bischof in Ruhe Heinz Hauri und seine Gattin Alma durften dieses seltene Jubiläum im kleinen Familienkreis im Altersheim feiern. Dazu war extra ein Raum zur Verfügung gestellt und schön hergerichtet worden. Zusammen erlebten wir berührende Augenblicke im Kurzgottesdienst mit Segensspendung. Ein mit Liebe zubereiteter Imbiss ermöglichte es uns, bei Speis und Trank mit dem Jubelpaar anzustossen.
Die Zugfahrt führte mich, in Gedanken noch bei diesem schönen Ereignis, mit dem Voralpenexpress durch wasserfallartigen Gewitterregen zurück nach Hause.
Am Samstagmorgen hatte die Begegnung im Hause Gottes ein anderes Gepräge. Den Trauer- und Trostgottesdienst für den verstorbenen Apostel in Ruhe Rudolf Schneider in unserer Kirche in Zürich-Seebach erlebten wir in grosser Gemeinde. Neben den in der Kirche anwesenden Geschwistern nahmen auch viele per Internetübertragung teil.
Trauer um Apostel i.R. Rudolf Schneider - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)
Apostel Schneider war ein Apostel der Liebe und Sanftmut, so wie uns das Wesen von Apostel Johannes in der Bibel geschildert wird. Manches persönliche Erleben steigt in der Erinnerung auf und verstärkt dieses Bild.
Zuvor erreichte mich am frühen Samstagmorgen eine weitere Trauernachricht. Mein im Hintergrund wirkender Mitarbeiter, Bezirksevangelist i.R. Manfred Kahnwald, ist in der Nacht von Freitag auf Samstag unerwartet verstorben. Der Strom derer, die in die jenseitige Welt ziehen, reisst nicht ab. So ist die nächste Trauerfeier bereits in Planung.
Warme Sonnenstrahlen erfassen uns am Sonntagmorgen. Meinen letzten Gottesdienst in der Romandie werde ich in Neuchâtel zusammen mit vielen Geschwistern aus etlichen Gemeinden der Region erleben. Ich freue mich sehr auf diese Begegnungen und habe einmal mehr versucht, meine Französischkenntnisse etwas aufzupolieren. Die Festfreude nehme ich vom ersten Augenblick an in den Begrüssungen wahr. Es ist ein Eintauchen in die Herzlichkeit der Geschwister.
Heute gibt es viel zu tun. Zwei Kleinkinder und zwei Erwachsene dürfen die Vollendung der Wiedergeburt in der Hinnahme der Gabe des Heiligen Geistes erleben. Momente voller Heiligkeit im Bewusstsein, dass aus Menschenkindern Gotteskinder werden.
Nicht nur die sichtbare, auch die unsichtbare Gemeinde darf Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl erleben. Es stärkt das Bewusstsein zu wissen, dass wir ein gemeinsames Ziel haben und uns intensiv darauf vorbereiten.
Danach treten bewährte, treue Gottesknechte in den Ruhestand. Und zu ihrer ganz grossen Freude erhält die Gemeinde La Chaux-de-Fonds eine Diakonin als ein besonderes Gnadengeschenk Gottes.
Auch ich werde noch beschenkt. Eine bevorstehende Ruhesetzung hält im Vorfeld unerwartete Überraschungen bereit. Neuchâtel ist bekannt für gute Weissweine und auch exzellente Schokoladefabriken. Mit solchen Köstlichkeiten im Gepäck trete ich die Rückreise an.
Au revoir à tous ! Dans nos coeurs, nous sommes liés et nous le resterons !
(Auf Wiedersehen! In den Herzen sind wir verbunden und bleiben es auch!)