Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Apostel auf das Eingangslied „Lasst die Herzen immer fröhlich…“ ein. Darin können wir die Einladung Gottes spüren, dass wir uns in allen Lebenslagen zu Jesus hinwenden können. Wenn wir unseren Lebensweg nicht mehr sicher gehen können, wenn wir mal keine Freude mehr spüren, dann laufen wir hin zu Gott: er weiß, wohin der Weg uns führt.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Lukas 14, 11 zugrunde: „Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“ Dabei geht es nicht darum sich besonders klein zu machen. Aber wir sind eingeladen uns zu prüfen, ob wir uns über andere Menschen stellen, uns durch andere aufwerten wollen - oder ob wir versuchen Jesus immer ähnlicher zu werden. Dazu gab der Apostel der Gemeinde ein paar Impulse mit auf den Weg:
- Die Treue von Jesus dem himmlischen Vater gegenüber: wachsen wir in der Sicherheit immer mehr dem Wort Gottes nachzufolgen, danach zu handeln.
- Die Treue von Jesus seiner Sendung gegenüber: Jesus Christus hatte einen Auftrag. Auch wir haben einen Auftrag in dieser Welt. Machen wir uns das immer wieder bewusst und nutzen wir die Gelegenheit das Evangelium zu bezeugen.
- Die Treue von Jesus seinen Jüngern und den Menschen gegenüber: Jesus blickt voller Liebe auf die Menschen. Auch wir wollen voller Liebe auf den Nächsten blicken.
Machen wir unsere Herzen zu einem Tempel Gottes und handeln liebevoll und gnädig, damit andere in uns Jesus erkennen können. Der Apostel rief dazu auf, sich immer wieder eine Eigenschaft von Jesus Christus zu suchen, in der wir ihm ähnlicher werden wollen. Gott hilft uns dabei und dann können wir erleben, wie wir immer mehr in die Nähe Gottes kommen.
In seinem Predigtbeitrag ging Priester R. Zingerle darauf ein, dass wir uns manchmal bewusst aus unserem alltäglichen Leben herauslösen und in die Nächstenliebe begeben sollen. Dann spüren wir, wie sich etwas in unserer Seele verändert. Wenn wir merken, dass wir etwas Sinnvolles machen, wofür uns der himmlische Vater beauftragt hat, dann rücken wir näher zu Gott. Dann brauchen wir uns nicht fürchten. Da wo Gott ist, ist Licht, Friede und Freude.
Bezirksvorsteher C. Egger fragte die Gottesdienstteilnehmer, ob sie glücklich sind. Wenn wir es schaffen, uns selbst zurückzunehmen, dann steht jemand anderes vorne – Gott, Jesus, der Heilige Geist. Wenn wir Gott machen lassen und ihm vertrauen, werden wir immer glücklicher.
In der Vorbereitung zum Heiligen Abendmahl betonte der Apostel noch einmal die Wichtigkeit sich Zeit zu nehmen für das Heilige Mahl. Das Heilige Abendmahl ist kein „Fast Food“. Halten wir für einen Moment inne und lassen uns heiligen um den Blick neu auf Jesus ausrichten.
N. Röthling