Die Wiederkunft Christi soll immer in unseren Herzen verankert sein, soll uns jeden Tag beschäftigen und wir wollen darum ringen, dass dieser Wunsch in unseren Seelen lebt.
Der Bischof diente mit dem Wort «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werde ihr Ruhe finden für eure Seelen» (Matthäus 11, 28 + 29).
Er wies auf die Bedeutung des Wortes «alle» hin. Somit gilt dies für alle, die an Gott glauben. Heisst für uns, dass wir uns auch immer wieder prüfen wollen, gilt unser Mitgefühl für alle, gelten unsere Gebete für alle, sind wir für alle da, wie es Jesu uns vorgelebt hat? Oder wäre es so, dass wir nach unserem Gutdünken entscheiden, wer uns sympathisch ist, wer uns weniger sympathisch ist? Jesus Christus hat nicht zu allem Ja gesagt, er musste zwischendurch auch Nein sagen, oder hat geschwiegen – welch ein Vorbild-. Eine Voraussetzung ist «Kommt her zu mir». Wir müssen also auch etwas dazu beitragen, nämlich kommen, was auch für «alle» gilt.
Nehmt auch euch mein Joch – wunderbares Bild in unserem Glauben. Ein Joch zeigt eine Verbindung, ein Gespann, zwischen zwei Einheiten. Das heisst wir tragen unsere Sorgen, Nöte und Lasten. Christus ist bei uns, neben uns und trägt somit in der Verbundenheit all dies mit. Auch hier soll das Bewusstsein im Vordergrund stehen, Jesus ist bei mir, Jesus ist mit mir, Jesus hilft mir.
Wir sollen auch Ruhe finden für unsere Seelen, im Gottesdienst, im Gebet, in der Verbundenheit mit unserem Seelenbräutigam, immer in der Gewissheit, wir sind nicht allein, Jesus ist bei uns.
Das Schlusslied des Chores, gleichbedeutend mit dem Textwort des Gottesdienstes, bildete einen wunderbaren Abschluss dieses Adventserlebens.