Eine gute Botschaft und ein Geschenk

22.01.2025

Apostel Pfützner besuchte die Kirchengemeinde Wien-Donaustadt und ordinierte einen Diakon zum Priester.

Die Predigt
In diesem Gottesdienst, welchen Apostel Matthias Pfützner am 22. Jänner 2025 hielt, legte er seiner Predigt einen Bibeltext aus 2.Könige 7,9 zugrunde: „Aber einer sprach zum anderen: Lasst uns so nicht tun; dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wenn wir das verschweigen und warten, bis es lichter Morgen wird, so wird uns Schuld treffen.“
Zu Beginn ging der Apostel auf eine Studie der katholischen Fakultät der Universität Wien ein, welche im Auftrag des ORF erstellt wurde. Ein Ergebnis der Untersuchung war, dass nur mehr 14% der Österreicherinnen und Österreicher eine personale Gottvorstellung haben, also einen Gott, den man mit DU ansprechen kann. Dieses schöne Wort DU findet sich auch im 23. Psalm, in welchem David auch im Anblick des „finsteren Tals“, der Bedrohung voll Zuversicht ist und dies in der Mitte des Psalms mit den Worten zum Ausdruck bringt: DU BIST BEI MIR. Und dieses DU schafft Vertrauen und Nähe.
Der Apostel ging dann auf den eingangs vorgelesenen Bibeltext ein; eine Begebenheit aus dem Leben des Propheten Elisa. Dort wo zuerst Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung herrschen, wird durch Gott Rettung und Befreiung. Die Macht Gottes wird offenbar, und ausgerechnet von Aussätzigen wird die gute Botschaft verbreitet. Menschen, die am Rande stehen, bringen die frohe Kunde. Das ist auch ein Hinweis für die Christen der heutigen Zeit. Niemand soll weiter am Rand stehen; und gerade auch Menschen, die man kaum beachtet, können etwas Positives in die Gemeinschaft, in die Gemeinde einbringen.
Nicht nur an sich selbst zu denken, sondern an die Nächsten ist eine weitere Erkenntnis aus dieser Begebenheit.
Doch auch die gegenteilige Situation kann zutreffen; vielleicht fühlt man sich selbst manchmal ausgegrenzt. Man hat das Gefühl nicht dazuzugehören. Apostel Pfützner ermutigte die Kirchengemeinde: „du bist nicht allein, es sind viele um dich herum, die für dich sind.“ Zum Abschluss kam noch die Aufforderung, die gute Botschaft nicht für sich selbst zu behalten, sondern diese weiterzutragen.

Bezirksevangelist B. Lukschu ging auf dieses wunderbare Wort DU ein. Er erinnerte an die englische Sprache, welche zwar keine Unterscheidung zwischen Du und Sie kennt, doch bei der Anrede eines Präsidenten oder Herrschers bewusst eine distanzierte Höflichkeitsform anwendet. Doch wir dürfen gerade Gott, den Herrscher über Himmel und Erde mit Du ansprechen. Dieses DU an Gott gerichtet löst ein zärtliches Gefühl in uns aus.

Diakon F. Hammerschmied ermunterte die Gottesdienstteilnehmer das Wort Gottes weiterzutragen und Gott vor den Menschen zu bekennen.

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls gab es noch eine besondere Handlung.

Die Amtseinsetzung
Ein geschätzter und beliebter Diakon wurde zum Priester ordiniert. Diakon G. Karl trat vor den Altar und Apostel Pfützner schenkte ihm einen ganz persönlichen Bibelvers aus dem Matthäus-Evangelium: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ Besonders diesen Frieden Gottes solle der zukünftige Priester verspüren. Er solle sich der Glaubensgeschwister annehmen, die am Rande stehen oder sich ausgegrenzt fühlen. Und jeder der ihn kennt, weiß, dass der Priester diese Aufgabe mit seinem liebevollen und herzlichen Wesen erfüllen wird.

Verabschiedung
Apostel Pfützner und die leitenden Geistlichen des Kirchenbezirkes Wien verabschiedeten sich gemeinsam mit dem neu ordinierten Priester. Auch für manchen Gedankenaustausch und ein kurzes Gespräch blieb noch genügend Zeit.

Th. Zadrazil