Bischof Ruedi Fässler besucht am ersten Gottesdienst im neuen Jahr den Bezirk Graubünden und weilt in der Gemeinde Davos.
Als Grundlage des Gottesdienstes dient das Motto des Stammapostels für das Jahr 2026. Es steht im Markusevangelium Kapitel 5, Vers 36b: «Fürchte dich nicht, glaube nur!».
Zu Beginn des Gottesdienstes äussert Bischof Ruedi Fässler seine Dankbarkeit, gemeinsam und verbunden untereinander und mit Gott in den neuen Zeitabschnitt zu starten. Der Bischof weiter: Viele Fragen bewegen uns als Menschen: «Wie wird die Zukunft aussehen? Welche Herausforderungen werden auf uns und unsere Kinder zukommen?» In all diesen Unsicherheiten spricht Gott uns zu: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Dieses Wort begegnet uns auch in der Geschichte von Jairus, der voller Hoffnung zu Jesus kam, weil seine Tochter schwer krank war. Als ihm schließlich die Nachricht überbracht wurde, sie sei gestorben, antwortet Jesus nicht mit Erklärungen, sondern mit dem Appell: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Dieses Wort ist zugleich Zuspruch und Mahnung – liebevoll und ernst gemeint. Gott anerkennt unsere Angst, er bagatellisiert sie nicht, denn Angst gehört zum menschlichen Leben. Doch er lädt uns ein, uns nicht von ihr beherrschen zu lassen. Angst kann lähmen, Beziehungen belasten und uns die Kraft zum Handeln nehmen. Darum stellt Gott uns seine Gegenwart zur Seite, reicht uns seine Hand und begleitet uns auf unserem Weg.
Wer glaubt, gewinnt neue Perspektiven, kann Risiken besser einschätzen und findet mehr Ruhe im Herzen. Lassen wir uns in diesem Jahr neu von unserem Glauben prägen, wenden wir uns bewusst dem Glaubensbekenntnis zu und lassen wir daraus Gelassenheit und Vertrauen wachsen. Denn Gott hat das letzte Wort und die Vollmacht, alles in die richtigen Bahnen zu lenken.
Der Bischof spricht vor der Feier des heiligen Abendmahles die Sündenvergebung an. Er weist darauf hin, dass wir ALLE auf die Gnade Gottes angewiesen sind, auch wenn wir uns extrem bemüht und viel Gutes geleistet haben, sind wir dennoch auf die Hilfe und Gnade Gottes angewiesen.
Der erste Gottesdienst im neuen Jahr wird mit dem gemeinsamen Singen des Liedes Nr. 194 würdig beendet und die Zukunft in die Hand Gottes gelegt: «So nimm denn meine Hände und führe mich, bis an mein selig Ende und ewiglich! Ich kann allein nicht gehen, nicht einen Schritt. Wo du wirst gehen und stehen, da nimm mich mit!».