Jahresabschluss und Festgottesdienst für Kärnten mit Apostel Matthias Pfützner

28.12.2025

Am Sonntag, den 28. Dezember 2025 besuchte Apostel Matthias Pfützner die Kärntner Glaubensgeschwister und feierte mit ihnen einen Gottesdienst, in dessen Rahmen auch zwei Seelen das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen konnten.

Apostel Pfützner verwendete für diesen Festgottesdienst den Bibeltext aus dem  Psalm 103, 2: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat."

Hier ein paar markante Ausschnitte aus der Predigt des Apostels:
„Wir befinden uns in den weihnachtlichen Feiertagen und auch bei einem Gottesdienst sagen wir, dass wir ihn «feiern». Man kann Gottesdienste erleben, man kann Gottesdienste absolvieren, man kann an Gottesdiensten teilnehmen - und man kann Gottesdienste feiern.
Es ist nicht eine Abfolge von liturgischen Elementen, es ist nicht eine mehr oder weniger gute Predigt, sondern es ist eine Haltung des Herzens: Ich will feiern. Und feiern bedeutet, Freude zum Ausdruck zu bringen, Dankbarkeit sichtbar machen, einem anderen zeigen, wie wertvoll und wichtig er mir geworden ist und auch die Gemeinschaft, die wir miteinander haben.
Wir feiern, dass wir einander haben. Einer alleine kann schlecht feiern, es braucht irgendwie Beziehung, um zu feiern.  Und deshalb möchte ich uns einladen, ganz zu Beginn dieses Gottesdienstes kurz nachzudenken:
Mit wem will ich denn feiern? Was will ich feiern? Weshalb könnte mir zum Feiern zumute sein?
Lasst uns den Blick auf Gott werfen und sagen: „Herr, ich möchte deinen Dienst, deine Liebe, dein Dasein für mich heute in besonderer Weise feiern. Herr, ich feiere dich.“

Bilanz ziehen
Wie schaut die Bilanz dieses Jahres aus? Das Jahr stand unter einem Motto in unserer Kirche: Es ist Zeit, Gutes zu tun.  Und man könnte dann schnell am Ende eines Jahres einen großen, einen eklatanten, einen bedauerlichen Fehler machen. Man könnte sehr schnell die Frage stellen: Was habe ich denn alles Gutes getan? Habe ich dieses Jahresmotto erfüllt? Und dann könnte man anfangen, eine Leistungsbilanz zu erstellen. Genau das will Gott nicht. Leistungsbilanzen sind vergänglich, wenig aussagekräftig.

Beziehungsbilanz
Es geht um eine Beziehungsbilanz am Jahresende. Wir könnten uns selbst anschauen und die Frage stellen:
Was ist in diesem Jahr in unserer Beziehung passiert?“ Wo hatten wir Qualitätszeit? Wo hat sich unsere Beziehung vertieft?
Wo hatten wir das Gefühl, in guten und in schweren Tagen einander näher gekommen zu sein, einander noch mehr zu verstehen?
Wo stehe ich, Herr? Wo steht unsere Beziehung gerade?
Und wenn ich dann erkenne: Da fehlt was, das möchte ich eigentlich anders haben. Ich möchte innigere Vertrautheit, ich möchte wirklich Einheit spüren. Ich will nicht dieses nebeneinander her, ich möchte eins sein mit Gott, wie ich eins sein möchte mit einem anderen Menschen. Dann braucht es den Entschluss, eben auch in die Beziehung zu Gott zu investieren.

Erinnere dich
Was heißt das? Nun, es beginnt noch nicht mit dem Tun, es beginnt mit dem Erinnern und das sagt uns der David hier: „Seele, vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Du musst also wiederum nicht sofort mit Leistung beginnen, sondern nur dir Zeit nehmen zum Erinnern. Erinnere dich! Ich glaube, dieses Wort „erinnern“ ist eines der großen Geheimnisse des geistlichen Lebens. Es ist eines der großen Worte der Heiligen Schrift. Es ist eines der großen Aufträge, die Jesus hinterlassen hat.
Es ist ein Erinnern an das, was er verheißen hat. Es ist ein Erinnern an diese großartige, überwältigende, bedingungslose Liebe.

 

Nach den Predigtbeiträgen von Bezirksvorsteher Priester Christian Muhr und dem Vorsteher der Kirchgemeinde Villach Priester Tim Moter empfingen dann zur großen Freude der Kärntner Glaubensgeschwister noch zwei Seelen das Sakrament der Heiligen Versiegelung

 

Anschließend an den Gottesdienst war bei Speis und Trank genügend Zeit und Gelegenheit, das eine oder andere Gespräch miteinander zu führen.

 

Text/Fotos: Christian W. Muhr