Unser Vorsteher legte dem Gottesdienst das Wort aus Lukas 1, Vers 53 zugrunde. «Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen».
Die beiden schwangeren Maria und Elisabeth, treffen sich zu einem Lobgesang und preisen die Gnade Gottes. Unser himmlischer Vater hat sich schon immer zu den Hungernden, sprich Armen und Bedürftigen, hingewendet. Er kannte die Not der Menschen damals, aber auch heute. Er streckt jedem, der in Sorge und Ungemach lebt seine Hand entgegen. Es soll auch für uns die Aufgabe sein, den Hilfesuchenden die Hand zu reichen. Der Hungrige sehnt sich nach Liebe und stellt fest, dass etwas Lebenswichtiges fehlt. Wie kann dieser Hunger gesättigt werden? Jesus ist das Brot des Lebens, wer davon isst, braucht nicht zu hungern. Im Heiligen Abendmahl nehmen wir Brot und Wein in uns auf, erleben die Gemeinschaft mit Jesus Christus und spüren seine Liebe. Damit soll auch die Erkenntnis wachsen, Jesus liebt mich. Wir werden in der heutigen Zeit immer wieder hungrig, weil wir als sündhafte Wesen über diese Erde gehen und somit die Gemeinschaft mit unserem Seelenbräutigam verlassen. Bei der Wiederkunft Christi wollen wir dabei sein, um dann nie mehr hungrig sein zu müssen.
Das Wort ist auch eine Mahnung an die Reichen, die sich ausgefüllt durch Stolz, Überheblichkeit etc. satt fühlen, die auch von sich überzeugt sind. Jesus ruft auch da zur Umkehr auf, denn diese Tugenden machen nicht satt.
Wir wollen auch in dieser Adventszeit ein Licht sein. Ein Licht im eigenen Herzen aber auch ein Licht für unsere Mitmenschen. Wie viel Leid ist auf dieser Welt vorhanden? Zünden wir ein Licht an, damit auch die, die in Trübsal, von Sorgen geplagt (geistlich hungrig) leben, die Liebe ihnen gegenüber spüren und feststellen können.
Der Vorsteher aus Lörrach, wie auch die drei Priester, haben in ihrem Mitdienen ihre Gedanken zu einem wahren Adventsgottesdienst ebenso noch beigetragen.
Beim abschliessenden Apéro konnten alte Erinnerungen ausgetauscht werden, mit ehemaligen Geschwister Gespräche geführt werden und führte somit dazu Gemeinschaft zu leben.
Der gemeinsame Chorgesang, Vorträge des Orchesters, Sonntagsschule für die Kinder der beiden Gemeinden, eine Weihnachtsgeschichte, vorgetragen durch unsere Mitschwester und nicht zuletzt eine reibungslose Organisation und freundliche Atmosphäre trugen zu diesem Beisammensein bei.
Allen, die irgend in einer Form zu dieser Gemeinschaft beigetragen haben, sei herzlich gedankt auch mit der Hoffnung, dass dieses Geschehen in den Herzen noch lange nachklingen möge.