Wachsen in der Liebe zu Gott

25.09.2024

Der Abendgottesdienst in der Kirchengemeinde Villach basierte auf dem Bibelvers aus Markus 12,30: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft“. Apostel Pfützner führte in seiner Predigt aus, wie diese Liebe zu Gott im Leben der Gläubigen aussehen kann und zog Verbindungen zu praktischen Aspekten des Glaubens.

Weise mir, Herr, deinen Weg
Zu Beginn nahm der Apostel Bezug auf das Lied „Weise mir, Herr, deinen Weg“, welches die Bitte um Gottes Führung thematisiert. Er stellte die Frage, ob die Gläubigen wirklich in wichtigen Lebensentscheidungen, wie Berufswahl, Heirat oder Wohnort, Gottes Weg gesucht haben. Er forderte die Gemeinde auf, diese Fragen bewusst im eigenen Leben zu stellen.

Der Apostel ermutigte die Zuhörer, auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören. Oft werde der Gläubige durch alltägliche Dinge wie die Natur an Gottes Gegenwart und Führung erinnert. Das Gebet und die persönliche Beziehung zu Gott seien zentral, nicht nur während des Gottesdienstes, sondern auch im Alltag. Dabei sei es wichtig, Gott zu bitten, den eigenen Weg zu zeigen und den Gläubigen auf diesem Weg zu bewahren.

Gott lieben von ganzem Herzen
Ein zentrales Thema der Predigt war die Liebe zu Gott, die gemäß dem Gebot Jesu mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Gemüt und aller Kraft geschehen soll. Apostel Pfützner erklärte, dass Gott mit allem, was man hat, geliebt werden soll. Dies umfasst das Herz, die Seele, den Verstand und die gesamte Energie des Gläubigen.

Um diese Liebe zu zeigen, wurden praktische Beispiele aufgeführt, wie Nächstenliebe im Alltag ausgedrückt werden kann: durch Worte, die tief berühren, kleine Geschenke, Blicke, die Liebe vermitteln, und vor allem durch die bewusste Zeit, die man füreinander und für Gott aufbringt.

Die Liebe zu Gott sollte nicht halbherzig, sondern mit vollem Einsatz und Leidenschaft geschehen. Mit ganzem Gemüt, also mit Verstand, den diesen schließt der Glaube nicht aus, mit allem, was Gott gegeben hat sollen die Gläubigen Gottes Geheimnisse ergründen und in der Liebe zu ihm wachsen. Dieses Wachsen in der Liebe zu Jesus Christus, so betonte der Apostel, bereite die Gemeinde auf die Wiederkunft des Herrn vor. Wenn die Braut Christi, also die Gläubigen, diese Liebe vollendet leben, wird Gott seinen Sohn senden.

Schenke Gott deine Liebe
Apostel Pfützner betonte die Einladung Gottes beim Heiligen Abendmahl: Gott ruft die Menschen auf, zu ihm zurückzukehren, unabhängig von ihren bisherigen Wegen. Dabei entsteht eine tiefe Herzensbeziehung, in der Gott Vertrauen und Hingabe fordert. Er ermutigt, die Sorgen des Morgens loszulassen und Schritt für Schritt mit ihm zu gehen. Gott lädt die Gläubigen ein, ihm mit offenem Herzen zu begegnen und ihm ihre Liebe zu schenken.

Ein Pfeiler im Tempel des Herrn
Nach der Feier des Heiligen Mahles ordinierte der Apostel einen Diakon für die Kirchengemeinde. Er bezeichnete Diakon Wiltschnig als „Mann der Liebe“, der mit ganzem Herzen und ganzer Kraft liebt. Er solle ein „Pfeiler im Tempel des Herrn“ sein, ein Symbol für Stabilität und Unterstützung in der Gemeinde. Wie ein Pfeiler trage er Lasten und biete anderen Halt. Der Vorname des Diakons lies Apostel Pfützner ihn mit Petrus verglichen, einem zentralen Apostel, der auch ein starker Unterstützer und Helfer war. Und er ermutigte die Gemeinde, Peter als solchen Pfeiler anzunehmen.