Zur Einleitung sang der Chor das Lied: „Lass du mich stille werden, mein Herr und Gott, nur deine Stimme hören in Glück und Not.“(CM116)
Auf diese Worte ging der Hirte zu Beginn seiner Predigt ein. Wenn wir seine Stimme hören wollen, so muss es in uns Stille werden. Das mag oft nicht so einfach sein, aber es lohnt sich.
Am letzten Mittwoch war das Textwort einige Verse weiter hinten zu finden, dort es hiess: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ Es gibt da eine schöne Parallele zum heutigen Wort. Damit man den Willen Gottes tun kann, muss man ihn kennen. Suchen wir seinen Willen, so ist uns zugesagt, wir werden ihn finden.
Das Gebet ist an den Glauben gebunden. Ohne Glauben ist ein Gebet sinnlos. Die drei Aufforderungen im Textwort belegen, dass unsere Mitarbeit gefordert wird. Man muss anklopfen, damit aufgetan wird, man muss suchen um finden zu können.
Der mitdienende Amtsträger sprach vom Segen Gottes, welchen das Jubelpaar empfangen soll. Wir empfinden machmal ein Erleben nicht als Segen. Wissen wir ob es nicht doch ein Segen für unser Heil ist?
Der mitdienende Evangelist sprach noch von der Liebe Gottes. Diese kann man sich als Kreis vorstellen. Wichtig ist, dass wir in Berührung mit diesem Kreis bleiben. Auf der Seite vor dem vorgelesenen Wort steht das Unser Vater. Die dem Gebet folgenden Worte zeigen Jesu Einstellung zum Vergeben: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Matthäus 6, 14-15)
Man kann das Wort GEBET auch anders betonen: gebet!
Der Chor leitete die Segenshandlung mit dem Lied „Lob, meine Seel, den Herrn“ (CM292) ein. Der Hirte zitierte aus dem Trautext die ersten Worte: „Die Furcht des Herrn macht das Herz fröhlich und gibt Freude und Wonne und langes Leben.“ (Jesus Sirach 1, 17). Zum heutigen Tag gab er ihnen ein neues Wort mit: "und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“ (Pilipper 1, 6) Diese Zuversicht soll das Paar weiterhin begleiten.
Der Chor schloss die Segenshandlung mit dem Lied „Wo du hingehest, da will auch ich hingehen.“ (CM312)
Der Gottesdienst klang mit dem schönen Lied „Gottes Erwählte, vom Geiste geboren“ (CM416) aus.