Ein wunderschönes, intensives Morgenrot schafft eine besondere Stimmung am Himmel.
Mit dem Regionalzug geht es gemütlich von Bahnstation zu Bahnstation. Ich bin der Einzige im ganzen Wagen und kann meine Gedanken schweifen lassen. Was wird uns Gott durch seinen Geist an diesem Morgen ins Herz legen? Auch wenn ich mich mit dem Wort intensiv beschäftigt habe, bleibt es offen, was der Heilige Geist daraus macht. Ich staune immer wieder, was für überraschende Wendungen und neue Zusammenhänge während der Wortverkündigung offenbar werden. Das wird heute nicht anders sein.
Die durch die Beschäftigung kurzweilig gewordene Fahrt endet für mich am Bahnhof Zürich Affoltern. Ein paar Schritte und schon bin ich bei unserer Kirche, wo ich bereits erwartet werde. Das Jahr mit unserem Gott beschliessen zu dürfen, ist eine Gnade. In Dankbarkeit und Freude schauen wir auf das reiche Wirken Gottes zurück und im Vertrauen und in der Treue gehen wir an der Hand Gottes weiter.
Zu diesem Gottesdienst wurden keine weiteren Gemeinden und Amtsträger eingeladen. So ergibt es sich, dass wir uns als Gemeinde in ganz «familiärem» Rahmen versammeln. Eine wohltuende Gemeinschaft, aus der ich neben dem göttlichen Heilsangebot in Wort und Sakrament viel Kraft und Freude schöpfe. Mit uns verbunden sind die Geschwister, die übers Internet teilnehmen.
Einmal mehr stelle ich dankbar fest, dass ich mit jeder Gemeinde im Herzen verwachsen sein darf. Ein göttliches Geschenk, das ich sehr schätze. Mit dem Chorlied: «Der Herr ist mein Licht» ziehen wir weiter, hinein in ein neues Jahr und der himmlischen Heimat entgegen.