Die Aussage fasziniert mich und regt zum Nachdenken an. Während wir in unserem Denken und Handeln begrenzt sind, gibt es bei Gott keine Grenzen: seine Liebe ist grenzenlos und in seiner Allmacht ist er nie limitiert. Alles, was er will, tut er.
Nordöstlich der Altstadt von Schaffhausen liegt das ehemalige Bauerndorf und heutige Quartier Herblingen, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Deutschland. Es ist Donnerstagabend und der Vorsteher von Schaffhausen-Herblingen steht mit seinem Auto am Bahnhof, um uns abzuholen und zur Kirche zu fahren.
Eine schöne, warme Atmosphäre umfängt uns und mit sichtlicher Freude werden wir begrüsst. Das gilt auch für die gegenseitige Begrüssung untereinander. Immer, wenn ich das beobachten darf, macht es mich glücklich. Zum Gottesdienst sind auch Bischof Weidmann, die Bezirksleitung und alle Vorsteher des Bezirks angereist. Wenn ich das erwähne, hat es einen Grund: Am vergangenen Sonntag hat der Bezirksapostelhelfer in meinem Auftrag etliche Veränderungen in der Bezirksleitung und dem Vorsteherkreis im Bezirk Schaffhausen vorgenommen. Das gab auch Gelegenheit, zwei der Vorsteher zu hören.
Der Chor hat es verstanden, in unsere Herzen zu singen. Ich bin glücklich, dass es auch in kleineren Gemeinden Chöre gibt, die die Gottesdienste bereichern.
Als Überraschung hatten die Geschwister nach dem Gottesdienst noch eine Verpflegung bereitet. Eine willkommene Gelegenheit, noch mit dem einen und andern ins Gespräch zu kommen und auf diese Weise Gemeinschaft zu pflegen.
Unweit der Grenzen zu Frankreich und Deutschland ist eine Stadt am Rhein. Bereits zum zweiten Mal in diesem ersten Monat des Jahres bin ich in Basel. An diesem Sonntag diene ich dem Bezirk. In unserer Kirche Basel sind alle Gemeinden zugegen, die beim Gottesdienst unseres Stammapostels vor drei Wochen nicht in der Kirche Platz gefunden hatten. Zusätzlich wird der Gottesdienst übertragen. Dieser Sonntag hat für den Bezirk ein besonderes Gepräge. Der langjährige, treue Bezirksevangelist Heinz Jenne tritt in den Ruhestand und Priester Frank Wolff wird als neuer Vertreter für den Bezirksvorsteher ernannt.
Derselbe Bezirkschor wie am Stammapostelgottesdienst singt auch dieses Mal und setzt wunderschöne Akzente. Nach der Ernennung ertönt das Schlusslied vom Stammapostelgottesdienst «Vater, halt mich an der Hand», dieses Mal begleitet von einer «Band». Ein schöner Bogen zum Erleben vor drei Wochen.
Die Verbundenheit und liebevolle Zuneigung für den scheidenden Bezirksevangelisten wie auch die offenen Herzen für den neuen Vertreter des Bezirksvorstehers kann ich bei der Verabschiedung erleben. Ich freue mich in der Stille mit.
Der Bezirksvorsteher ist wie bei der Herreise mein Chauffeur zum Bahnhof. Die Chorlieder klingen im Herzen nach und begleiten mich auf der Heimreise.