Eiserne Hochzeit

10.03.2024

Am 10. März 2024 konnte die Gemeinde am Segen zu einer eisernen Hochzeit teilhaben. Der Priester verwendete das wohlbekannte Wort aus 1. Korinther 13,13: «Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die grösste unter ihnen.»

Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied «Du hast so wunderbare Wege, um deinen Kindern wohlzutun.» (CM165). Der Priester ging kurz auf das Lied ein. Auf Gott vertrauen, nur ihm vertrauen, das gibt uns Kraft. Er erwähnte das Motto des Stammapostels für 2024: «Beten wirkt!». Man könnte ja sagen: «Gott weiss alles, da braucht es doch kein Gebet.» Das ist die falsche Einstellung. Auch Eltern wünschen sich von ihren Kindern, dass sie für die Gaben bitten. So hält es auch der himmlische Vater. Wir dürfen ihn um alles bitten, insbesondere um das Seelenheil.

Liebe

Im Natürlichen, wenn zwei sich verlieben, ist es etwas Gegenseitiges. Vielleicht würden andere sagen, die passen nicht zueinander. Aber man ist sich sympathisch. Man kommt sich näher und es entsteht eine tiefe Liebe. Die Liebe zu Gott ist auch gegenseitig. Er liebt uns, das hat sein Sohn bewiesen, indem er sein Leben gab. Wir wollen Gott in seiner Dreieinigket lieben.

Glaube

Zu glauben heisst, von etwas überzeugt zu sein, das man weder sieht, noch versteht, noch sich vorstellen kann. Glaube ist eine Orientierung. Was man glaubt ist etwas Persönliches und kann nicht befohlen werden.

Hoffnung

Zu Beginn einer Ehe besteht die Hoffnung, dass man gemeinsam den Lebensweg geht. Im Glauben ist unsere Hoffnung, das Ziel zu erreichen. Das Ziel, mit Jesus Christus in ewige Gemeinschaft zu kommen.

Predigtbeitrag

Glaube, Liebe, Hoffnung sind die Dimensionen, sind die christlichen Tugenden unserer Existenz. Die Tugenden haben eine zeitliche Dimension. Glaube ist das Vertrauen unserem Gott gegenüber. Die Hoffnung weist in die Zukunft, auf das Heil, welches uns werden soll. Die Liebe ist die Absicht, mit der wir unsere Taten tun sollen. Als die beiden Eheleute sich kennen lernten, mussten sie glauben, dass sie füreinander bestimmt sind. Jetzt nach 65 Jahren ist der Glauben noch wichtig? Glaube und Hoffnung sind zum Schauen gekommen. Was bleibt ist die Liebe. Wenn Jesus gekommen ist, bleibt die Liebe allein.

Eisen

Bei der Ansprache an das Jubelpaar ging der Priester auf den Werkstoff Eisen ein. Dem Eisen wird Kohlenstoff beigemischt und wird zu Stahl. Stahl ist etwas Hartes, Stabiles. Es ist ein Werkstoff, der für vieles Verwendung findet. Denken wir an «Stahlbeton» für Gebäude oder Brücken. Stahl gibt Festigkeit. Die Ehe ist fest, gefestigt durch ihre Hoffnung und Liebe. Stahl könnte rosten. Dagegen gibt es Korrosionsschutz. Der Priester sagte dem Jubelpaar, der Korrosionsschutz für ihre Gemeinschaft seien Glaube, Liebe und Hoffnung.

Nach dem Segen sang der Chor das Lied: «Was ich tief im Herzen trag, wohl kein Auge sieht» (CM439). Alle musikalischen Beiträge sind vom Jubelpaar gewünscht worden.