Woche 15 / 2024

09.04.2024

Mit Christus Siege feiern!
Zwar sind die Ostertage 2024 vorbei, aber mit Christus siegen können wir immer.

Darüber hinaus hatte der Gottesdienst von Donnerstag viel mit Kampf und Sieg zu tun, wofür nicht zuletzt auch der Anlass mitverantwortlich war. Das Glarnerland feiert jedes Jahr den Sieg der Eidgenossen über die zahlenmässig weit überlegenen Habsburger in der Schlacht von Näfels am 9. April 1388. An diesem kantonalen Feiertag, der sogenannten Näfelserfahrt, findet in unserer Gemeinde Glarus ein Gottesdienst statt. Neben der Gemeinde sind jeweils auch ehemalige Glarner und weitere Geschwister von auswärts zugegen. So wird die Erinnerung an eine Schlacht zu einem Festtag für unsere Geschwister.

Viel wurde im Vorfeld vorbereitet. Einen besonderen Sieg durften wir erleben, indem die kleine Malea von einem Menschenkind zu einem Gotteskind wurde.

Warum gleich auseinandergehen, wenn Gemeinschaft doch so schön und stärkend ist. Mit viel Einsatz haben die Geschwister Speis und Trank vorbereitet und zum Verweilen eingeladen. Das wurde denn auch fleissig genutzt. Im schönen Kreis der Brüder und Schwestern gab es noch manch tiefes und schönes Gespräch.  Gerne verweisen wir auf folgenden Link: Dank und Sieg - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)

Es ist nun Freitagmorgen und zusammen mit Apostel Keller sitze ich im Flughafen München, wo wir auf die Weiterreise nach Sibiu in Rumänien warten. Ein reich befrachtetes Wochenende steht bevor. Heute Abend finden noch die Vorstandssitzung und die Delegiertenversammlung für unsere Gebietskirche Rumänien statt. Der Samstag ist reserviert für die Bezirksvorsteherversammlung und am Sonntag wird der gemeinsame Gottesdienst mit den Geschwistern in Sighisoara stattfinden. Wenn dann alles vorbei ist, werde ich meine Notizen im Flughafen Wien weiterschreiben. Bis dann wird vieles geschehen.

Wir sind in Wien. Glücklich schaue ich zurück auf ein motivierendes, beflügelndes Erleben der vergangenen drei Tage. Gott ist da, er ist mit uns und schenkt das gute Gelingen. Ihm bringen wir Lob, Preis und Ehre.

In schöner Atmosphäre haben wir am Freitag den administrativen Teil in der Vorstandssitzung und in der Delegiertenversammlung erledigt. Es sind wichtige Momente, die uns bewusstmachen, dass zur Heilsvermittlung auch eine Struktur und Organisation mithilft, den göttlichen Willen überall zu den Menschen zu bringen. Es ist nicht die Hauptsache, unterstützt sie aber.

Intensiv war die achtstündige Versammlung der Bezirksvorsteher mit ihren Vertretern. Neben geistlichen Themen war auch ein kurzer administrativer Block eingebaut. Das Hauptgewicht lag aber auf der Schulung und Erarbeitung von geistigen Inhalten. Diese werden nun ins ganze Land und in jede Gemeinde getragen. Davon sollen alle Geschwister profitieren.

Wir müssen auch in Rumänien für die Zukunft gut gerüstet sein und uns den Herausforderungen stellen, vor denen dieses grosse und weitläufige Land steht. Ich habe ein gutes Gefühl, rückt doch eine neue Generation von motivierten und gut gebildeten Amtsträgern und wohl bald auch Amtsträgerinnen nach.

Höhepunkt war wie immer der mit den Geschwistern erlebte Gottesdienst in unserer neu erbauten Kirche, deren Bau dank Mitteln der Stiftung Diakonia ermöglicht wurde. So hat der Ort Sighisoara (Deutsch Schässburg) nicht nur eine beeindruckende Burg, sondern auch eine würdige Gottesdienststätte. Ein herzlicher Empfang wurde uns von unseren Geschwistern zuteil. Begrüsst habe ich die Gemeinde eine Woche nach Ostern mit dem tief in der Bevölkerung verwurzelten Gruss «Christos a înviat!» (Christus ist auferstanden) und der Antwort der Gemeinde «Hristos a îviat cu adevărat»! (Christus ist wahrhaft auferstanden). Darauf sangen wir gemeinsam ein wohlbekanntes Lied mit diesem schönen Inhalt, der auch Teil unserer Glaubensüberzeugung ist.

Wenn schon zwei Apostel und zwei Bischöfe zugegen sind, wäre es schade, diese nicht mitdienen zu lassen.

Ein besonderes Erleben war auch heute die Feier des Heiligen Abendmahls für die Entschlafenen. So waren wir vereint als Abendmahlsgemeinschaft in der sichtbaren und der unsichtbaren Gemeinde. Was für ein Vorgefühl auf die gemeinsame Feier des Abendmahls des Lammes in der Zukunft! Die Verabschiedung erfolgt im Bewusstsein, dass wir uns kaum so schnell wieder sehen werden.

Kostbare Schätze sind uns anvertraut - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)

Durch den Lautsprecherhinweis werde ich in die Gegenwart zurückgeholt. Das Flugzeug nach Zürich steht zum Einsteigen bereit. Bald schon ist auch diese Reise Teil eines reichen Erfahrungsschatzes.