Religionsgemeinschaften gedenken gemeinsam mit der Bundesversammlung

03.05.2024

Die österreichische Bundesversammlung gedachte am 3. Mai 2024 gemeinsam mit den Mitgliedern der Bundesregierung und Vertreterinnen und Vertretern der staatlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften der Opfer des Nationalsozialismus. Zugleich war dies auch ein bewusstes Aufstehen gegen Gewalt und Rassismus.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, bei der die römisch katholische Kirche, die evangelischen Kirchen, die Altkatholische Kirche, die Neuapostolische Kirchen und die Freikirchen, sowie die Israelitische Kultusgemeinde, die Islamische Glaubensgemeinschaft und die Buddhistische Religionsgesellschaft vertreten waren, standen einerseits die Erinnerung an die Gräuel der Konzentrationslager sowie die Verfolgung jüdischer Mitbürger, Angehöriger der Roma und Sinti, Andersdenkender und politischer Gegner unter dem NS Regime. Mit dem Film «Die Vielfalt des Gedenkens» wurden die Bemühungen um das Wachhalten der Erinnerung dargestellt, um auch in Zukunft ein «nie wieder» und «wehret den Anfängen» zu ermöglichen.

Gleichzeitig gingen sowohl der Präsident des Nationalrates, Wolfgang Sobotka, die Antisemitismusforscherin und Professorin an der TU Berlin, Monika Schwarz-Friesel und die Präsidentin des Bundesrates, Margit Göll in ihren Beiträgen auf die aktuelle Bedrohung durch Antisemitismus, Gewalt und Rassismus ein.

Mit der Einladung zur Gedenkveranstaltung bekannte sich die Politikspitze einmal mehr zur Bedeutung der Religionsgemeinschaften im Bemühen um ein friedvolles Miteinander in der Gesellschaft.

 

Fotos © Parlamentsdirektion/Johannes Zinner