Am 9.6.2024 hielt Bezirksapostel Jürg Zbinden einen Gottesdienst in der Kirchengemeinde Wien-Donaustadt und legte seiner Predigt ein Wort aus Jesaja 14,4 zugrunde: „..danket dem Herrn, rufet an seinen Namen“ Machet kund unter den Völkern sein Tun,...“.
An den Beginn seiner Predigt stellte der Bezirksapostel das Wort „Herzenssache“. Eine Sache, die man nicht sieht, aber sehr wohl fühlt. Auf den Aufruf „gute Nachrichten“ im Herzen zu tragen und diese weiterzugeben, weist bereits das Bibelwort aus Jesaja hin. Das ist ein Gegentrend zur heutigen Zeit, in welcher vor allem schlechte Nachrichten dominieren. Wir dürfen Trägerinnen und Träger von guten Nachrichten sein. Die sogenannten Influencer streichen vor allem ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten heraus, doch wie schön wäre es Gottes Liebe und seine Werke in die Welt hinauszurufen. Das Heil von Gott können wir erkennen und wir auch anderen ins Herz legen, dass Gott die Allmacht hat, alles heil zu machen.
Bezirksapostel Zbinden erwähnte noch einen weiteren wichtigen Aspekt, die Dankbarkeit. Wo man manchmal zuerst vielleicht nur einen einzigen Anlass zum Danken sieht, lohnt es sich, sich weiter damit zu beschäftigen. Und schon bald wird man viele Gründe zur Dankbarkeit finden.
Das Bibelwort aus Jesaja beinhaltet auch den Gedanken, Gottes Namen anzurufen. Doch wie kann das geschehen? Die Antwort des Bezirksapostels lautete: Gottes Name liegt in seinem Wesen, denn Gott ist die Liebe.
Apostel Matthias Pfützner ging in seinem Predigtbeitrag auf diesen Namen Gottes ein. Wie sprechen wir Gott an und welche Namen haben wir für ihn? Der Apostel gab den Gottesdienstbesuchern auch gleich eine Hausaufgabe mit: man solle sich in einer ruhigen Minute Gedanken machen, welchen Namen man Gott geben könnte.
In dem verwendeten Textwort liegt für den Apostel auch der Auftrag, Gottes Werke kundzutun. Er griff nochmal den Begriff „Herzenssache“ auf. Eine Sache die ohne Worte auskommt. Wir wollen Gott unser Herz schenken und dürfen dabei sicher sein, dass er unser Herz nicht verschmäht.
Ein abschließende Gedanke der Predigt drehte sich um das Wort „Hoffnung“. Eine Sache, nach der sich heute viele Menschen sehnen. Und eben diese Hoffnung können und dürfen wir weitertragen. Stellen wir uns dazu in den Dienst des Herrn.
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls fand noch eine besondere Handlung statt. Das Heilige Abendmahl wurde auch für die Seelen der Verstorbenen gestiftet. Bei Gott gibt es keine Lebenden und Toten, sondern nur lebendige Seelen. Bezirksapostel Zbinden reichte Leib und Blut Jesu stellvertretend für alle Seelen im Jenseits einem Diakon und einem Priester der Kirchengemeinde.
Segen zur Silberhochzeit
Und dann kam ein besonderer Moment für ein Jubelpaar. Bischof i.R. Müller und seine Gattin Eva erbaten den Segen zur Silberhochzeit. Der Bezirksapostel empfing die beiden vor dem Altar und richtete sehr persönliche Worte an sie. Ein signifikanter Begriff dabei war die Dankbarkeit. Im Zurückblicken auf 25 gemeinsame Jahre erlebt man die Dankbarkeit. Und der Segen zur Silberhochzeit, solle nicht nur beim Ehepaar Müller bleiben, sondern darf weitergegeben werden. Beim Blick auf die große Familie mit Kindern, Enkelkindern und Urenkeln und dazu noch viele Freunde und Weggefährten, eine durchaus große Aufgabe.
Mit vielen Glückwünschen, für das Jubelpaar, aber auch vielen schönen Gesprächen ging der Gottesdienst zu Ende.
Th. Zadrazil