Dieses aktuelle und spannende Thema führte 125 Interessierte in die Neuapostolische Kirche Dornbirn, weshalb aufgrund der vielen Teilnehmer eher ein Vortrag als ein Workshop entstand.
Es wurden Gemeinsamkeiten, Überschneidungen und scharfe Trennlinien erläutert.
Das Interesse an übernatürlichen Erfahrungen nimmt zu, die Suche nach einem spirituellen Lebenssinn bewegt Menschen - Begriffe wie Transzendenz und Spiritualität wollen verstanden werden.
3 Thesen
Thesen, die ein Stück weit die Spur legen, worum es im Christlichen Glauben aber auch in Esoterischen Lehren geht:
- Menschen fühlen sich einsam,
- Menschen fragen sich nach dem Sinn des Lebens,
- Menschen suchen nach Orientierung und Sicherheit.
Der Glaube bietet Antwort, jedoch nur wenn der Glaube erfahren wird und nicht nur theoretisch gelernt ist.
Jeder erlebt Gott anders
Da jeder Gott anders erlebt, wurden Kärtchen verteilt und jeder Teilnehmer durfte aufschreiben, wie er Gott erfährt. Die vielen unterschiedlichen Antworten regten im Verlauf des Abends zu Gesprächen und regem Austausch an.
Was sind konkrete Unterschiede?
Im Christentum ist
- Gott personal / Vater, Sohn und Heiliger Geist
- der Mensch ist erlösungsbedürftig und bekommt die Erlösung geschenkt
- Heil und Erlösung sind die Folge des Opfertodes und der Auferstehung Jesu
- Gott ist der Schöpfer - er hat alles geschaffen
In der Esoterik ist
- Gott eine kosmische Energie, eine universelle Kraftquelle
- der Mensch erlöst sich selbst, ist an sich göttlich, findet den Weg zum Licht, zur Erlösung allein
- der Mensch kommt von einer Stufe zur nächsten
- alles ist göttlich, der Stein, der Baum usw., das Universum - alles ist Ebenbild Gottes
Trotz aller Unterschiede gibt es auch Gemeinsamkeiten.
Details dazu finden sich im in Kürze erscheinenden Flyer «Esoterik versus Christentum», in welchem auch der Begriff «Esoterik» genauer erläutert wird.
Der interessante Abend klang noch bei gemütlichem Beisammensein und regen Gesprächen aus.
Petra Mayer