Umkehr und Vertrauen

02.02.2025

In schwierigen Zeiten nicht in Hektik oder Aktivismus verfallen, sondern in Stille und Vertrauen bleiben. Wie das gehen kann erläuterte Apostel Matthias Pfützner am 02.02.2025 im Gottesdienst in der Kirchengemeinde Jenbach. Zwei langjährige Priester wurden im Rahmen des Gottesdienstes in den Ruhestand verabschiedet und ein neuer Gemeindevorsteher wurde beauftragt.

Grundlage des Gottesdienstes war die Bibelstelle aus Exodus 14, 13.14: "Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen. Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein."

Die Begebenheit, die im Bibelvers aus dem Alten Testament erzählt wird, handelt von einer schwierigen und scheinbar ausweglosen Situation: in der Wüste stand das Volk Gottes vor dem Roten Meer und wurde von den Ägyptern verfolgt. Sie hatten den Weg Gottes befolgt und waren aus Ägypten aufgebrochen, doch nun waren sie scheinbar in einer Falle zwischen Feinden, Bergen und dem Meer gefangen. In diesem Moment war ihre einzige Möglichkeit, abzuwarten und zu vertrauen, dass Gott sie retten würde. 

Auch heute, wenn wir uns in einer scheinbar ausweglosen Lage befinden, sei es im Beruf, in der Familie oder mit der Gesundheit, ruft Gott dazu auf, keine Angst zu haben und auf ihn zu vertrauen. Auch wenn die Umstände schwierig erscheinen, ermutigt Gott dazu, still zu bleiben und dann zu erleben, wie er für uns kämpft. Die Botschaft ist, in schwierigen Zeiten nicht in Hektik oder Aktivismus zu verfallen, sondern Vertrauen zu bewahren. Dabei genügt es nicht, einfach nur stillzustehen und zu hoffen, dass Gott alles regelt.
In diesem Zusammenhang ging der Apostel auf zwei Punkte besonders ein: Umkehr und Vertrauen. Umkehr bedeutet, sich aktiv Gott zuzuwenden, nicht einfach als Beobachter am Rand zu stehen. Wir müssen uns öffnen und mit Gott zusammenarbeiten, anstatt passiv zu bleiben. Die zweite Notwendigkeit ist Vertrauen. Ohne Vertrauen werden wir die Wunder, die Gott in unserem Leben wirken möchte, nicht erkennen können. Diese Wunder sind nicht immer spektakulär und in den Schlagzeilen, sie passieren im Alltag, in unserem Leben und in unserer Kirchengemeinde.

Ein weiterer Aspekt war, dass wir nur dann Gutes tun können, wenn wir zuerst selbst Gutes empfangen haben. Es geht darum, aus einer Haltung der Dankbarkeit und des Vertrauens heraus zu handeln. Wenn wir in diesem Sinne still und dankbar sind, werden wir sehen, wie Gott in unserem Leben wirkt. Wer Gott vertraut und sich ihm zuwendet, wird Frieden und Heilung erfahren, und muss sich nicht fürchten.

Die Priester Max Valtingojer und Roberto Zingerle gingen in ihren Predigtbeiträgen darauf ein, sich nicht ablenken zu lassen, sondern Jesus aktiv zu suchen und in seiner Nähe Frieden zu finden. Es gilt mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken, an Gottes Verheißungen festzuhalten und dem Weg Gottes ohne Angst nachzufolgen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls verabschiedete Apostel Pfützner die beiden langjährigen Priester Max Valtingojer und Roberto Zingerle in den wohlverdienten Ruhestand. Die Priester erhielten zum Start in den Ruhestand jeweils einen Wasserkrug mit fünf eingravierten Eigenschaften, die die Gemeindemitglieder besonders an den beiden Priestern schätzen.

Als neuer Gemeindevorsteher wurde Priester René Zingerle beauftragt. Apostel Pfützner betonte, dass der neue Vorsteher nicht alleine ist. Mit der Unterstützung der weiteren Geistlichen der Gemeinde und der Gemeindemitglieder kann die Kirchengemeinde Jenbach freudig in die Zukunft schauen.

Verschiedene musikalische Beiträge gestalteten den Gottesdienst mit und im Anschluss gab es noch einen entspannten Ausklang im Kreise der Gemeindemitglieder.