Die freundliche Besitzerin persönlich nahm uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt des Ostereis. In 22 Glasvitrinen konnten wir über 2200 Eier aus aller Herren Länder bestaunen. Und wer dachte, ein Ei sei einfach nur ein Ei, der wurde hier eines Besseren belehrt. Ob bemalt, geritzt, geätzt oder gebohrt, mit Binsenmark, Stroh oder Papier beklebt, gebatikt, mit Wachs bemalt, mehrfach aufgesägt oder liebevoll mit Märchenfiguren versehen – die Möglichkeiten der Verzierung scheinen schier unendlich.
Eine separate Vitrine präsentierte eine erstaunliche Vielfalt an Natureiern von den unterschiedlichsten Lebewesen: Von riesigen Straußen- und Emueiern bis hin zu den winzigen Exemplaren von Zwergwachteln, Krokodilen, Schlangenhals-Schildkröten und vielen mehr. Das kleinste Ei, das wir bestaunen durften? Das einer Nacktschnecke!
Besonders beeindruckend waren die Eier, die mit kirchlichen Symbolen verziert waren. Auf Eiern in verschiedenen Größen gab es Darstellungen zu sehen, u.a.: die Kreuzwegstationen, die zehn Gebote, das letzte Abendmahl oder das Vater Unser. Eine wunderschöne Verbindung von kreativem Kunsthandwerk und tiefem Glauben.
Neben all den optischen Eindrücken gab es auch viel Interessantes über Brauchtum und lustige Begebenheiten rund um das Ei zu hören. Im Anschluss blieb noch ausreichend Gelegenheit bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. So war es ein rundum gelungener Ausflug, der uns einmal mehr die Vielfalt und Kreativität der Osterzeit vor Augen führte.