Trostgottesdienst für unsere Glaubensschwester Lisa Bühler (26.12.1941 / 04.07.2025)

17.07.2025

1 Korinther 15 aus Vers 42 und 43

… Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 43 Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft.

Unser Stellvertretender Bezirksleiter Priester Frank Wolff wies am Anfang seines Dienens darauf hin, wie selbstverständlich, unscheinbar und dankbar unsere Glaubensschwester an Gottesdiensten und gemeinschaftlichen Aktivitäten teilgenommen hatte. Das alles trotzt starker gesundheitlichen Einschränkungen und Probleme. Sie hat ihren Glauben im Stillen gelebt und nahe Bekannte konnten ihr das Zeugnis ausstellen, dass nie etwas Negatives von ihr zu erzählen war.

Unser Glaube ist, dass Gott uns für eine kurze Zeit in diese Welt gesetzt hat und nach dem Tod das Seelenleben weiter geht – nur in einem anderen Raum, den wir Lebenden noch nicht betreten können. Gottes Liebe aber verbindet das Diesseits mit dem Jenseits.

Die Freunde und Angehörigen befinden sich jetzt in einem Zustand der Trauer und des Abschieds. Aber wie alle Zeitabschnitte endet dieser und irgendwann endet auch diese Trennung.

Zwischenlied 41

Priester Wolff bemerkte, dass nur wenige aus der Gemeinde den Lebensweg von Lisa Bühler kannten. Er erzählte aus ihrem Leben:

Sie wurde am 26.12.1941 in Basel geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie teilweise in der Ostschweiz teilweise in Basel. Ihre Jugendzeit im Glarnerland. Sie hatte zwei jüngere Brüder, von denen einer bereits wenige Wochen nach der Geburt verstarb.

Ihre Familie wurde in der neuapostolischen Gemeinde in Birsfelden aufgenommen und versiegelt. Nach einem Haushaltsjahr und der Arbeit in einer Kindergrippe absolvierte sie eine Krankenschwesterlehre in St. Gallen.

Mit 30 Jahren wurde bei ihr MS diagnostiziert. Sie fand Hilfe bei einem Arzt in Deutschland, wo sie auch zeitweise arbeitete. Später kam sie nach Rheinfelden in die Reha und lernte in dieser Zeit die Familie Weibel kennen, welche sie bei sich aufnahm und pflegte. Mit Gottes Hilfe aber auch mit einem starken Willen und Disziplin konnte sie Auto fahren lernen, Ihre Mutter pflegen und trotz Einschränkungen auch arbeiten.

1996 lernte sie Ihren Freund Hans kennen (er konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Beerdigung teilnehmen) und nach langer Fernbeziehung zog er zu ihr nach Basel.

Am 04.07.2025 verstarb sie in Basel.

Nach einer Gedenkminute, an welcher die Gottesdienstteilnehmer stehend der Verstorbenen gedachten, sang der Chor aus dem Lied 36.

Priester Wolff verwies noch auf die Ermahnungen und Grüsse am Ende des Briefes von Paulus an die Korinther, welche die Lebenseinstellung und den Glauben unserer Schwester zusammenfassten.

Korinther 16, Vers 13 und 14

13 Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! 14 Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!