Am 14. Dezember 2025 besucht Bischof André Weidmann die Gemeinde Immensee.
In diesem Gottesdienst darf ein Diakon in den wohlverdienten Ruhestand treten. Dankbar blicken wir auf sein langjähriges tatkräftiges Wirken zurück.
Als Grundlage für den Gottesdienst dient das Bibelwort aus Psalm 1, 1-2: "Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!"
Der Chor singt in Begleitung des Klaviers und der Violine das Lied
«Ich bete an die Macht der Liebe.»
Impulse aus dem Gottesdienst
Der Bischof greift das soeben verklungene Lied auf:
Die Macht der Liebe
Die Liebe Gottes ist unbeschreiblich gross, sie ist ein Geschenk. Er liebt uns seit eh und je. Wir dürfen diese Liebe erleben und empfangen.
Beziehung zu Gott
Wir dürfen eine Beziehung mit Gott haben. Dies soll täglich in unserem Bewusstsein sein. Wenn wir diese Beziehung bewusst erleben, können Situationen, die uns schwerfallen, leichter werden.
Nähe zu Gott
Wir wollen immer mehr die Nähe zu Gott suchen, das Wort Gottes auskaufen, es annehmen und versuchen, mit dem Wort zu arbeiten. Dazu möchten wir unser Herz öffnen. Vielleicht können wir es nicht immer annehmen, weil wir gedanklich woanders sind oder unser Herz verschlossen ist. Wir wollen immer wieder versuchen, unser Herz bewusst für Gott und sein Wort zu öffnen.
Entwicklung
Die 3. Kerze brennt. Die Kerzen werden oft erwähnt in der Adventszeit. Sie sind eine sichtbare Entwicklung im Advent. Eine Entwicklung soll auch in unserem Glauben sichtbar sein.
Bemerken wir an uns selbst eine Entwicklung im eigenen Verhalten, können wir antworten: das gelingt mir jetzt besser, so ist es Jesu ähnlicher. Schön wenn wir eine Entwicklung selbst bewusst erleben können.
Das Gebet
Die 150 Psalmen sind eine Anleitung zum Loben und zum Klagen.
Sie sind auch eine wunderbare Anleitung, wie ein Gebet sein kann.
Erkennen wir den Wert eines Gebetes? Wir pflegen so die Beziehung zu Gott und teilen dem lieben Gott mit, was uns bewegt, was uns berührt. Wir dürfen Gott alles sagen - wir können loben, klagen, danken, bitten und fürbitten. Wir dürfen ihm die Sorgen, ja sogar unseren Frust mitteilen.
Mit dieser Anleitung können wir immer besser mit schwierigen Momenten umgehen - suchen wir also stets die Verbindung zu Gott.
Achtsam sein
Wie pflegen wir unsere Beziehung zu Gott? Beschäftigen wir uns mit dem Wort Gottes? Nehmen wir es mit in den Alltag? Versuchen wir es umzusetzen?
Schön ist es, wenn wir achtsam und reflektierend damit umgehen. Prüfen wir uns selbst.
«Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen» heisst es im Textwort.
Es gibt ganz verschiedene Einflüsse, die etwas mit uns machen. Das müssen nicht zwingend Spötter und Frevler sein. Hier geht es vor allem um die Einflüsse, die uns von Gott trennen. Das heisst nicht, dass wir isoliert unseren Weg gehen sollen. Aber es lohnt sich, achtsam zu sein und zu prüfen, was die verschiedenen Einflüsse mit uns machen.
Schön ist, wenn wir uns sagen, «Mir tut es wohl, wenn ich die Beziehung zu Gott pflege. Mir tut es wohl, wenn ich achtsam bin mit allen Einflüssen, die da sind.»
Freude haben
«… sondern hat Lust am Gesetz des Herrn», so geht der zweite Vers weiter und «sind über seinem Gesetz Tag und Nacht.»
Schön ist es, wenn wir Freude daran haben, die Gebote des Herrn zu halten.
Gott ist da! Geben wir ihm den Raum, um diese Freude zu erleben.
Wiederkunft Christi
Wir blicken nochmals auf die Kerzen: die Entwicklung, der Advent, die Ankunftszeit, die Wiederkunft Christi, die freudige Vorbereitung auf den Tag des Herrn. Wie schön ist es, wenn wir mit Überzeugung sagen können: " Er wird seinen Sohn senden - es wird wunderbar werden."
Aus dem Predigtbeitrag des Diakons:
«Wohl dem»
Der liebe Gott möchte, dass es uns wohl ist, denn dann sind wir glücklich, dann haben wir die Liebe in uns.
Danken
Der Diakon drückt den Dank aus, den er in seinem Herzen trägt. Speziell den Dank, den wir alle immer wieder dem lieben Gott entgegenbringen wollen.
Er geht auf die 10 Aussätzigen ein, die von Jesus geheilt wurden – nur einer kam zurück, um danke zu sagen. Wenn Heilung kommt, auch an uns, soll der Dank nicht vergessen werden.
«Lasst den lieben Gott in euren Herzen wohnen…»
… dann wird er den richtigen Weg zeigen.»
Aus dem Predigtbeitrag des Vorstehers:
Wir sind nicht allein
Wenn man glücklich ist, kann man dies an andere weitergeben. Wenn man sieht, dass andere auch glücklich werden, weil sie etwas empfangen, ist das schön.
Anleitungen beim Möbelaufbau sind manchmal unklar, vor allem, wenn nach dem Aufbau noch 10 Schrauben übrig sind und das Möbel noch wackelt. Schön ist, wenn wir jemanden dabeihaben, der weiss, welche Schraube wann wichtig ist und wohin sie kommt.
So ist es auch im Glaubensleben; wenn wir etwas nicht verstehen, können wir den Nächsten fragen, können Gespräche führen, über den Glauben reden – wir sind nicht allein. Wir können gemeinsam im Glauben wachsen.
Wir wollen uns entwickeln und würdig werden auf den grossen Tag der Wiederkunft Christi.