Im Jahre 1928 konnte die Gemeinde Basel am Petersgraben 45 in einem alten Fabrikgebäude endlich für 83 Jahre eine Bleibe finden. Zuvor reiste man in einer wahren Odyssee von Lokal zu Lokal und änderte dabei oft die Seite des Rheinufers zwischen Gross- und Kleinbasel. Zu den Stationen zählten Petersgasse, Feldbergstrasse 121, Isteinerstrasse 100, Steinentorstrasse 20, Allschwilerstrasse 46, Nadelberg 13, Clarahofweg und am Nadelberg das „Peterssääli“, in unmittelbarer Nähe der Peterskirche. Erst ab 1916 wurde es bezüglich „Wohnungswechsel“ etwas ruhiger. Die Gemeinde versammelte sich nun für 12 Jahre im ersten Stock eines Lagerhauses des Baudepartements an der Maiengasse.
Die vielen Wechsel waren nicht primär dem schnellen Wachstum der Gemeinde geschuldet. Oft war es eine intolerante Nachbarschaft, die keine „Stündeler“ in ihrer Nähe duldeten. Selbst noch Anfang der 1970er Jahre konnte das Grundstück für die Gemeinde Kleinbasel an der Breisacherstrasse 35 nur dank einer Finte gekauft werden: Bischof Hans Urwyler, der nachmalige Stammapostel, machte die Vertragsverhandlungen im Namen seines Berner Unternehmens. Als der Trick bemerkt wurde, waren die Unterschriften schon trocken…
Heute sind natürlich andere Zeiten. Wir sind in christlichen Kreisen nicht nur wohl gelitten, sondern staatlich anerkannt und aktiv in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen beider Basel dabei.
Bericht: jme. Bilder: Staatsarchiv Basel-Stadt und Gemeindearchiv Basel. Karte: esc