Das bekannte Lied "Luegit vo Bärge und Tal" hat das Instrumentalensemble zu Beginn des Gottesdienstes vorgetragen und das Wort "luegit" beziehungsweise "schaut" hat Bischof Thomas Wihler zu Beginn des Gottesdienstes aufgegriffen. Es zeigte, dass es für uns Menschen und für die Seelen in der jenseitigen Welt wichtig ist, auf den liebenden Gott im Vertrauen zu schauen, seinen Sohn und das Evangelium Jesus zu beachten und auf den Heiligen Geist zu hören. Mit Blick auf das vorgelesene Textwort Psalm 22,27 "Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden; und die nach dem Herrn fragen, werden ihn preisen" machte er darauf aufmerksam, dass nicht alle den Herrn preisen, nur diejenigen die nach ihm Fragen.
Im Verlauf des Gottesdienstes ging der Bischof auf weitere Texstellen in Psalm 22 ein, die zeigen, dass die heile Welt im Lied "vo Bärge und Tal" nicht überall so schön ist. Viele Menschen, die über diese Welt gingen, haben Schlimmes erleben müssen, zwei Beispiele:
- "Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch"; auf mir wurde herumgetreten und ich wurde als Mensch verspottet.
- "Gewaltige Stiere haben mich umgeben und mächtige Büffel haben mich umringt. Ihre Rachen sperren sie gegen mich auf wie ein brüllender und reissender Löwe"; pure Angst ist in diesem Bild, das der Psalmist beschreibt.
Der Psalmist schreibt, dass Gott auch Menschen, die Schlimmes erleben mussten, zuruft und einlädt, in die ewige Gemeinschaft mit ihm zu kommen, damit Seele und Geist satt werden: "Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden; und die nach dem Herrn fragen, werden ihn preisen."
Ein wichtiger Gedanke fügte der Bischof Thomas Wihler gegen Ende des Gottesdienstes hinzu. Wir Menschen sind in der Regel nur glücklich, wenn es unseren Lieben auch gut geht. Kaum jemand ist für sich alleine glücklich, wenn rundherum alle leiden. So ist es auch mit dem Dienst an entschlafenen Seelen. Wir bitten für sie, dass es ihnen gut geht, sie den Segen und die Gnade Gottes erfahren und erleben dürfen und sie so satt und glücklich werden.