Neustart Chorsingen nach Corona

01.03.2022

Zwei Jahre nach der letzten Chorprobe vor dem Lockdown ist der Neustart des Gemeindechors gelungen. Wieviele Sängerinnen und Sänger werden zur ersten Probe kommen? Stehen den altershalber bedingten Austritten auch einige Neueintritte gegenüber? Ist meine Stimme noch gut? Sind die Lieder noch geläufig und gelingt das gemeinsame, harmonische Singen wieder so schön wie vor dem Unterbruch?

Zwei Jahre keinen Chorgesang in der Gemeinde ist eine lange Zeit, aber der Neustart ist gelungen. Beim Betreten des Kirchenraumes waren schon erste Sängerinnen und Sänger anwesend, und es kamen noch mehr. Altershalber haben sich einige der ehemaligen Sängerinnen und Sänger abgemeldet. Um so mehr war es eine riesengrosse Freude, einige neue Geschwister zu begrüssen. Das erste Lied nach den Einsingübungen gelang schon recht ordentlich und bereits beim zweiten Durchlauf war der schöne Chorklang wieder da. Noch etwas besser aufeinander hören, Blick zum Dirigenten, Einatmen mit dem Bauch beziehungsweise Zwerchfell, Endsilben nicht zu breit singen. Auf solche und andere Punkte wurden wir aufmerksam gemacht. Mit anderen Worten, der Chor konnte an ein gutes Niveau wieder anknüpfen.


Während der zwei Jahre gelang es dem Gemeindeorchester, die Lücke des fehlenden Chores musikalisch zu überbrücken und die Gottesdienste zu umrahmen. Die Gemeinde ist gesegnet mit vielen Geschwistern, die sehr musikalisch sind und mit grosser Freude und Liebe Instrumente spielen. Für das Orchester war der Lockdown daher auch eine Chance. Es wurde zu zweit, zu dritt, in unterschiedlicher Zusammensetzung gespielt und arrangiert. Neben den Liedern aus dem Chor- und Gemeindeliederbuch hatten auch andere Stücke viel Platz. 'Morning has broken' von Cat Stevens oder 'Solveigs Lied' von Edvard Grieg, Filmmusikmelodien aus 'Walking in the air snowman' oder 'Schindlers Liste' sind keine Kirchenlieder, aber sie passen sehr gut in die Kirche. Sie können einen Gottesdienst unterstützen, bereichern und vertiefen. Warum? Weil Musik die Sprache des Herzens ist und jeder Gottesdienst die Herzen ansprechen möchte.


Mit dem Lockdown und dem Neustart wurden wir alle daran erinnert, wie wichtig die Gemeinschaft und der Dienst in der Gemeinschaft für einen lebendigen Glauben in der Gemeinde und in mir selbst ist. So macht es Spass.