Ein Gottesdienst mit Segen und Freude

02.07.2023

Der Gottesdienst für die Verstorbenen vom 2. Juli 2023 in Zofingen wurde zu einem sehr freudigen Anlass. Über den bekannten Rahmen hinaus erhielten zwei Seelen die Gabe des Heiligen Geistes, ein Vorsteherwechsel wurde vorgenommen und vier Paaren konnte der göttliche Segen zu einem Ehejubiläum gespendet werden. Eingeladen waren die Gemeinden Zofingen und Safenwil.

Gottesdienst

Apostel Thomas Deubel stellte sein Dienen unter das Bibelwort aus Offenbarung 1, 17.18: «Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.»

Er begrüsste die Anwesenden zu einem «Fest der Freude». Dies sei auch ein Fest der Liebe, der Barmherzigkeit Gottes, des Glaubens und des Vertrauens.

Die Sakramente lösen Freude aus. Sie haben auch Wirkung - sie führen in die Nähe Gottes! Den Menschen hier und den Seelen in den jenseitigen Bereichen wird das gleiche Evangelium verkündet: Die frohe Botschaft der Liebe.

Das Wesen Jesu wird in den zwei Versen der Offenbarung beschrieben: Gott war immer, er hat alle Macht. Diese Macht ist mit Liebe gepaart. Daher entscheidet Jesus über alles: Wer getauft, wer versiegelt wird, wer Zugang zum Heiligen Abendmahl hat. Er entscheidet, wie nahe oder wie ferne ein Mensch von Gott ist. Jesus sieht, mit welcher Liebe jemand gedient und mit welcher Motivation gehandelt hat. Er stellt jede Sünde fest, beurteilt jedoch die damit verbundene Schuld, die sehr unterschiedlich sein kann.

Der Apostel wies darauf hin, dass der geistliche Tod durch die Sünde erfolgt. Durch den Glauben kann göttliches Leben in der Seele entstehen und wachsen. Dazu müssen wir manchmal etwas loslassen, etwas überwinden. Für diese Entwicklung ist Gnade nötig, hier und in der jenseitigen Welt.

Der Gemeindevorsteher machte auf den Altarschmuck aufmerksam - sechs Herzen aus Blumen verschiedener Farben. Herzen passen zum Fest der Barmherzigkeit. Er wies darauf hin: Ihr seid alle geliebt, wo ihr seid und wie ihr seid.

 

Handlungen

In der Vorbereitung zur Versiegelung eines Kindes und eines erwachsenen Bruders betonte der Apostel, wie wichtig es ist, loslassen zu können. Eine Entwicklung ist für alle nötig - alle haben an sich zu arbeiten.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls sprach der Apostel ein Gebet in der herzlichen Fürbitte für die Seelen aus dem Jenseits. Anschliessend erklang ein kurzes Orgelstück. 

Vor der Ruhesetzung würdigte der Apostel das Wirken des Hirten während 41 Jahren als Amtsträger und Vorsteher. Er dankte ihm für den Glauben, die Liebe zu den Geschwistern und zur Gemeinde, für jeden Gottesdienst, jeden Seelsorgebesuch, jeden gelösten Konflikt. Dann setzte er ihn in den gesegneten Ruhestand und entband ihn von den Aufgaben als Gemeindevorsteher.

Als neuen Gemeindevorsteher beauftragte der Apostel einen Priester aus der Gemeinde Zofingen.

Nach dem vom Chor vorgetragenen Lied «Dein Segen ist wie Tau den Reben» richtete der Apostel wertschätzende Worte an vier Paare, die den Segen zu einem Ehejubiläum wünschten. Eine Gold-, eine Rubin- und zwei Silberhochzeiten konnten gefeiert werden. Es folgte die Spendung des Segens für jedes Ehepaar.

Der Chor bereicherte den Gottesdienst mit schönen, passenden Liedern und setzte einen markanten Schlusspunkt.