Ihr seid das Licht der Welt.

17.12.2023

Mit dem Lied «Gott ist die Liebe» (NGB 234) leitete die Gemeinde diesen besonderen Gottesdienst ein. Der Titel dieses Berichtes war das Textwort zum Gottesdienst «Kinder in der Mitte der Gemeinde» (Mt. 5, 14a).

Der Gottesdienst wurde durch die Kinder gestaltet. Vor dem Gottesdienst spielte Anjuscha auf dem Klavier das Stück «Experience» von Ludovico Einaudi. Als Eingangslied sang der Chor zusammen mit den Kindern das Weihnachtslied «Heut ist Weihnachtszeit», wo es zum Schluss heisst: «Fang den Frieden ein».

Der Gottesdienst stand unter dem Motto «Licht».

Wir sollen und wollen von dem Licht Gottes weitergeben. Wie eine Scherbe Licht weiterleiten (reflektieren) kann. Wir müssen das Licht nicht selber erzeugen, Gott gibt es uns. Der Dienstleitende wies auf die Kerzen auf dem Altar hin. Die erste Kerze habe bereits etwas von ihrem Wachs abgegeben. Wenn wir Licht weitergeben wollen, müssen wir etwas geben. Der Dienstleitende erwähnte das Gebet als Sprechen mit dem Lieben Gott. Manchmal seien es Personen, welche er uns als «Engel» sende. Das könne auch mal der Lehrer sein, der Taxichauffeur oder sonst jemand, der uns begegne.

Die Geschichte des Hirten Simon

Die Kinder lasen die Geschichte des jungen Hirten Simon, welcher den Auftrag erhielt, das kleinste Lamm zu hüten. Simon war sehr stolz und liess das Lamm nicht mehr aus den Augen. Es durfte bei ihm unter dem Mantel schlafen. Nur leider war das Lamm neugierig. Während Simon schlief, lief es davon. Die Herde wurde weiter getrieben. Der Oberhirte war sehr verärgert, als Simon vom verlorenen Lamm berichtete. Simon solle das Lamm suchen. So machte sich Simon auf. Jakob, sein Freund, holte die Laterne mit den vier Lichtern, die er einst von einem Wanderer bekommen hatte mit den Worten: «Sie werden dem im Dunkeln leuchten, der in Not ist.» Simon nahm die Laterne mit den vier Lichtern und machte sich auf den Weg.

Simon rief nach dem Lamm. Dies hörte ein Räuber. Er erklärte Simon, dass er ein kleines weisses Lamm im Olivenhain verschwinden sah. Simon dankte und wollte dem alten Räuber helfen. Er gab ihm ein Licht und meinte, mit drei Lichtern käme er gut zurecht.

Simon suchte im Olivenhain. Dort begegnet er einem Wolf, der seine Pfote leckte. Simon sah eine Verletzung und verband diese mit einem Stück Stoff seines Mantels. Der Wolf bat Simon bei ihm zu bleiben, doch Simon musste weiter. Er gab dem Wolf eines seiner Lichter.

Simon irrte herum und gelangte schliesslich in eine kleine Stadt, wo er einem Bettler begegnete. Simon gab ihm das dritte Licht, da er sonst nichts zu verschenken hatte.

Simon hatte in der Stadt herumgefragt, aber niemand hatte sein Lamm gesehen. Dann sah er in einem Stall ein Licht und begab sich dorthin. Etwas Weisses schimmerte im Halbdunkeln. Er fand das kleine schneeweisse Lamm und war glücklich. Dann sah er das Kind. Simon kniete nieder und gab dem Kind sein letztes Licht. Doch seltsam, das Licht flammte auf und erfüllte den ganzen Raum mit festlichem Glanz.

Kerzen der Kinder

Die Kinder hatten Kerzen mit einem Text versehen, für wen und für was die Kerze leuchten soll. 18 leuchtende Kerzen standen am Schluss auf dem Altar. Sie waren den Kranken, den älteren Geschwister, den Verstorbenen und auch allen Menschen gewidmet. Eine Kerze war für die Menschen in den Kriegen bestimmt, also für Frieden.

Der Evangelist hielt den Gottesdienst in Mundart, so wurde auch ein Busslied in Mundart gesungen: «Chumm mir wänd äs Liächt azünde». Dazu stand die Gemeinde auf und alle Anwesenden erhielten von den Kindern eine kleine LED-Kerze.

Zum Schluss sangen die Kinder mit dem Chor das Lied «Advent ist ein Leuchten, ein Licht in der Nacht». Die Gemeinde applaudierte.