Hört, Jesus ruft: "Kommt alle her!“

07.07.2024

Priester Gerhard Schlechter feierte am 07.07.2024 mit der Kirchengemeinde Reutte den Gottesdienst für die Verstorbenen. Bereits am vorausgegangenen Sonntag bereiteten sich die Gemeindemitglieder aktiv darauf vor.

Am Sonntag zuvor war Priester Maximilian Valtingojer in der Kirchengemeinde Reutte zur Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene. Die Gemeinde nutze die Vorbereitung, um sich mit der Frage auseinander zu setzen: „Was bedeutet die Auferstehung Jesu für Dich?“. Viele Gedanken wurden gesammelt und an einem FlipChart, welches in der Gemeinde aufgestellt wurde, sichtbar gemacht.

Dem Gottesdienst für Entschlafene lag das Bibelwort „Denn wer den Namen des Herrn anruft, wird selig werden“ aus Römer 10, 13 zugrunde. Dieses Rufen gilt auch für die Seelen in der Ewigkeit, an die an diesem Sonntag in besonderer Weise in der Neuapostolischen Kirche gedacht wird. Priester Schlechter sprach zu Beginn davon, dass wir die jenseitige Welt nicht sehen, uns aber hineinfühlen können. Daher gilt diese Einladung „Kommet her“ allen. Jeder ist willkommen. Wir warten gemeinsam auf die Wiederkunft Jesu. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Glaube.an Jesus Christus, an das Evangelium. Wir Menschen müssen selbst erkennen, dass das Heil bei Jesus Christus ist. Dafür gibt uns Gott immer wieder Impulse, damit wir uns mehr und mehr nach seinem Willen ausrichten. Mit Blick auf das Bibelwort fragte der Priester die Gemeinde: „Wer den Namen des Herrn anruft – was ist der Name?“ Das Wesen Gottes drückt sich in so vielen Namen aus, wie der Eine, der Heilige, der Allmächtige, der Ewige, der Liebende, der Gnädige, der Gerechte und Vollkommene. Gott möchte das wir in der ewigen Gemeinschaft mit ihm sind, wieviel Liebe zeigt Gott hier für die Menschen? Jeder der den Namen Gottes anruft, kann in diese ewige Gemeinschaft kommen. Überlassen wir Gott wie er wirkt, er wird es wohl machen.

Diakon Jürgen Kätzler ging in seinem Mitdienen auf die Frage ein: „Glaubst Du daran?“. Der Glaube ist das Wesentliche. Wir wollen Jesus Christus nachfolgen und ihm immer ähnlicher werden. Wir wollen Vorbilder sein und uns an Jesus Christus ausrichten. Auch für die Seelen in der Ewigkeit gilt dies. Auch diese Seelen müssen hinkommen zum Glauben und wir können dafür beten und so eine Unterstützung sein.

Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl machte Priester Schlechter noch einmal deutlich, wie wichtig der Glaube ist. Auch in Markus 5, 34 wird von dieser großen Kraft des Glaubens gesprochen. Und Kraft können wir uns aus dem Heiligen Abendmahl holen. Jesus Christus hat das Opfer gebracht und ruft allen zu: „Kommt alle her!“

Nach dem Heiligen Abendmahl sang die Kirchengemeinde das Lied „Ich weiß einen Strom“, um in besonderer Weise den vielen Verstorbenen zu gedenken und ihnen zuzurufen „O Seele, ich bitte dich, komm“.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren noch alle Teilnehmer zum Sonntagskaffee, der einmal im Monat in der Kirchengemeinde Reutte stattfindet, eingeladen. Und so blieb genügend Zeit für interessante Gespräche in der die Gemeinschaft.

 

N. Röthling