Gottes Impulsen folgen

20.07.2024

Von Innsbruck und Reutte machten sich Hirte Ranalter und seine Begleiter am 20.07.2024 zum Gottesdienst in die südöstlichste neuapostolische Kirchengemeinde Tirols nach Lienz auf.

Bereits die Anfahrt von Innsbruck über den Felbertauern bis nach Osttirol zeigte die Schöpfung Gottes in ihrer ganzen Pracht. Vorbei ging es an wunderschönen Bergketten, mal hoch über den Tälern oder unten durch die Ortschaften hindurch, überall gab es etwas zu entdecken. Es ging zügig voran, so dass Hirte Thomas Ranalter und seine Begleiter rechtzeitig zum Gottesdienst vor Ort waren, wo sie bereits freudig von den Glaubensgeschwistern erwartet wurden.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Apostelgeschichte 8, die Verse 36 und 38 zugrunde: „Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse? Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn“.

Der Hirte wies zu Beginn auf etwas Wichtiges hin: „Die Heilige Wassertaufe ist ein Geschenk Gottes“. Viele Christen sind, wenn sie die Heilige Wassertaufe erhalten, noch sehr klein und können sich oft nicht an diese Segenshandlung erinnern. Daher der Aufruf an uns, sich immer wieder zu erinnern, was die Heilige Wassertaufe für uns bedeutet, was sie in uns bewirkt. Durch die Heilige Wassertaufe sind wir wieder in ein gottnahes Verhältnis gekommen und können Gott erleben. Lassen wir uns in unserem Leben von Gott leiten, auch wenn dabei manchmal unser Verstand im Weg ist. Hören wir auf die Stimme Gottes, folgen wir seinen Impulsen. Dann erleben wir die Liebe Gottes in unserem Leben. Zeigen wir das auch im Umgang mit unserem Nächsten. Gott liebt alle Menschen und jeder der Gott sucht, kann ihn finden. 

„Suchen wir die Gemeinsamkeiten, nicht die Unterschiede. In der Heiligen Wassertaufe sind wir Christen alle verbunden“ erläuterte Diakon Jürgen Kätzler zu Beginn seines Mitdienens. «Wie begeistert sind wir vom Evangelium, der frohen Botschaft und wie authentisch können wir diese Freude weitergeben? Suchen wir dazu auch immer wieder mit ganzem Herzen die Nähe zu Gott. So wie es auch in Jeremia 29, 13.14 nachzulesen ist, Gott will sich finden lassen und lässt sich finden, auch wenn wir es manchmal anders erleben als geplant.»

Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl wies Hirte Ranalter darauf hin, dass es manchmal schwer ist zu vergeben. Manchmal wollen wir vergeben, haben aber nicht die Kraft dazu. Diese Kraft schenkt uns Gott jedes Mal aufs Neue im Heiligen Abendmahl.

Der Gottesdienst wurde durch Gesang musikalisch begleitet. Im Anschluss blieben die Gottesdienstteilnehmer noch im Gespräch zusammen.

 

N. Röthling