Kindergottesdienst in Bewegung

19.01.2025

Ruhe und Aufbruch, Bewahrung und Erneuerung lautete das Motto des Kindergottesdienstes mit Apostel Matthias Pfützner.

Apostel Matthias Pfützner hielt am Sonntag, den 19.01.2025, einen Kindergottesdienst mit dem Bibeltext aus Jesaja 30,21: „Und wenn ihr zur Rechten oder zur Linken gehen wollt, werden deine Ohren hinter dir das Wort hören: Dies ist der Weg; den geht!“

Der Apostel nahm zu Beginn seiner Predigt Bezug auf die Wanderung des Volkes Gottes durch die Wüste. Mit einigen Fragen direkt an die Kinder, zog er deren Aufmerksamkeit auf die Geschichte der Wüstenwanderung.

Als Höhepunkt seiner Predigt forderte Apostel Pfützner die Kinder auf, beim Predigen mitzuhelfen. Er begab sich vom Altar zu den Kindern begab und bat sie, die Wolkensäule darstellen. Die Gemeinde sollte das Volk Gottes bilden. Wenn sich die Wolkensäule bewegt, solle sich auch das Volk bewegen. So stellte der Apostel aktiv mit den Kindern und der ganzen Gemeinde das damalige Geschehen dar. Die „Wolkensäule“ bewegte sich erst durch den Kirchensaal und in weiterer Folge durch das ganze Kirchengebäude samt Nebenräumen und das „Volk“ folgte ihr. Dabei setzte der Apostel die Predigt fort, indem er auf das damalige Geschehen einging und immer wieder die „Wolkensäule“ anhielt. Unter anderem begab er sich zu einer blinden Schwester, die noch an ihrem Platz saß und bot ihr seinen Arm an, damit sie auch als Teil des „Volkes“ mit wandern konnte. Mit diesem anschaulichen Beispiel forderte er alle auf, sich umzusehen und auch auf andere zu achten, damit niemand zurück bleibt.

Nach dieser „Wüstenwanderung“ ging Apostel Pfützner wieder zum Altar, alle anderen nahmen ihre Plätze ein. Der Apostel ging noch auf das durchgespielte Geschehen ein, indem er darauf hinwies, dass es notwendig sei, seine Couch, sein Zelt, zu verlassen und sich in Bewegung zu setzen. Gleichermaßen sei es auch wichtig, Zeiten der Ruhe zu haben. Also Aufbruch und Veränderung seien gleichermaßen wichtig, genauso wie das Bewahren von Bewährtem zu und das Einlegen einer Ruhephase.

Bezugnehmend auf den Bibeltext zu Beginn des Gottesdienstes forderte der Apostel auf, auf die Stimme Gottes im Heiligen Geist zu hören, hinzuhorchen, das gemütliche Zelt zu verlassen, die Ohren zu öffnen.

Vor dem Predigtbeitrag von Diakonin Walch sangen die Kinder das bekannte Lied „kleine Tropfen Wasser“. Diakonin Walch äußerte ihre Freude über das schöne Kinderlied und die sichtbare Bewegung der Gemeinde im Gottesdienst. Sie sprach von ihrer Beobachtung, dass auch Begegnungen und Gespräche möglich waren, während das „Volk“ sich bewegte.

Apostel Pfützner ging auf diese Beobachtung ein und forderte dazu auf, Gespräche und Begegnungen zu pflegen sowie „miteinander“ in Bewegung zu bleiben und auf einander zu achten, damit niemand zurück bleibt.

Einleitend auf die Feier des Hl. Abendmahls bat der Apostel einen Buben, die Papierchen der zuvor ausgegebenen Schokoladen einzusammeln. Er wies darauf hin, dass der Herr deinen/unseren Unrat (Schmutz) ohne Murren wegräumt. Und er ermunterte dazu, auch den Schmutz des Anderen ohne Murren weg zu räumen.

Heilige Versiegelung
Bevor sechs Kinder und eine Mutter durch den Apostel die Gabe des Heiligen Geistes
empfingen, erklärte er, dass wir heute keine Wolken- oder Feuersäule mehr haben, die
uns auf unserem Weg vorangeht. Der Heilige Geist aber ist für uns wie ein Kompass,
der immer ausgerichtet auf Jesus ist und uns verlässlich durchs Leben leitet. Mit ihm
empfängt ein Mensch zugleich das Bürgerrecht im Himmel, dass er mit dem irdischen
Bürgerrecht als Staatsbürger verglich.
Nach der heiligen Handlung gab der Apostel den Versiegelten jeweils einen Kompass
als Erinnerung an diesen Tag und den ihnen nun innewohnenden Geist Gottes.


Im Anschluss an die Geistestaufe feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl und der Apostel beendete den Gottesdienst mit Gebet und Segen.

Alexander Walldorf | Petra Mayer