Inmitten einer Welt voller unterschiedlicher Perspektiven und Meinungen rückt die göttliche Wahrheit ins Zentrum. Diese Wahrheit, die durch den Heiligen Geist offenbart wird, ist für Christen von größter Bedeutung - auch wenn sie nicht immer unseren menschlichen Vorstellungen entspricht. Sie ist unverrückbar und unveränderlich, im Gegensatz zu menschlichen Wahrheiten.
Was ist diese göttliche Wahrheit? Darauf ging der Bezirksvorsteher Christoph Egger in der Predigt zum Bibelvers 1. Timotheus 3, 14.15 ein:
- Gott liebt alle Menschen: Gott wünscht die Rettung aller Menschen, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Herkunft. Seine Liebe endet nicht im Diesseits, sondern erstreckt sich auch auf die Verstorbenen im Jenseits.
- Jesus Christus ist der einzige Weg zur Erlösung: Die Erlösung der Menschen, ob im Diesseits oder Jenseits, ist ausschließlich durch das Opfer Jesu Christi möglich. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer Jesus ausblendet, kann nicht zum Vater kommen.
- Jesus Christus ist immer bei seinen Nachfolgern: Jesus verspricht bis ans Ende der Welt bei den Menschen zu sein, die ihm nachfolgen. Er verlässt sie nicht, sondern bleibt ihnen treu verbunden.
- Jesus Christus wird wiederkommen: Dies ist ein weiterer fester Bestandteil des Glaubens, der den Gläubigen Hoffnung und eine klare Ausrichtung gibt.
Im weiteren Predigtverlauf ging der Bezirksvorsteher auf die Rolle der Kirchengemeinden und der Gläubigen ein. Die Gemeinde ist nicht nur ein gewöhnliches Gebäude, sondern ein Haus des lebendigen Gottes. Als solche hat sie die Aufgabe, diese göttliche Wahrheit in die Welt hinauszutragen. Dies geschieht durch:
- Nächstenliebe: Es geht nicht nur darum, die zu lieben, die uns nahestehen, sondern auch unsere Feinde und jene, mit denen wir Schwierigkeiten haben. Nächstenliebe bedeutet, anderen das göttliche Heil zu wünschen und für sie zu beten, auch für Täter, deren Taten wir nicht gutheißen. Dabei ist Jesus, der den Menschen liebt, aber die Sünde bekämpft, unser Vorbild.
- Gottvertrauen: In einer unsicheren Welt ist absolutes Gottvertrauen essenziell. Auch wenn wir Gottes Wege manchmal nicht verstehen, dürfen wir ihm vertrauen, weil wir wissen, dass er uns liebt und alles vermag.
- Das Evangelium leben: Als Christen sind wir aufgerufen, das Evangelium nicht nur zu hören, sondern auch im Alltag zu leben. Dies gilt insbesondere für Geistliche, die eine Vorbildfunktion haben und das Evangelium unverfälscht weitergeben sollen, sowohl in der Predigt als auch in den Sakramenten.
Priester Jürgen Kätzler und der Gemeindevorsteher, Priester Peter Dannenberg vertieften die Gedanken des Bezirksvorstehers in ihren Predigtbeiträgen und bereiteten die Teilnehmenden auf die Feier des Heiligen Abendmahles vor.
Am Ende des Gottesdienstes wurde Priester Kätzler zur Stellvertretenden Leitung Kommunikation (LKB) für den Bezirk Tirol ernannt. In dieser Rolle unterstützt er Diakonin Nadine Röthling, die im Februar 2024 zur Leitung Kommunikation Bezirk Tirol ernannt wurde. Aufgaben der/des LKB sind u.a. die fortlaufende Intensivierung und Stärkung der Kommunikation innerhalb des Bezirks und in den Gemeinden sowie der Außenkommunikation.
Zum Abschluss sang eine Jugendgruppe einer reformatorischen Kirche aus den Niederlanden das Lied "Fels des Heils, Herr Jesus Christ" auf Holländisch. Die Jugendgruppe war für einen mehrtägigen Wanderurlaub mit geistlichem Schwerpunkt im Bezirk und hatte sich die Kirchengemeinde Reutte für einen Besuch ausgesucht. Ein schönes Beispiel für die gelebte Kirche Christi und eine besondere Freude für alle Gottesdienstbesucher.