Woche 45 / 2025

11.11.2025

Bezirksapostelversammlung International (BAVI)

Im Verlauf der letzten Woche fand eine Bezirksapostelversammlung in Zürich statt. Unter anderem haben wir uns im Kreis der Bezirksapostel mit der «Seelsorge» beschäftigt.
„Jedem neuapostolischen Christen wird eine persönliche seelsorgerische Betreuung angeboten.“ Das lesen wir in unserem Katechismus (KNK 12.4.3). Ebenso ist das Ziel von Seelsorge im Katechismus sehr klar beschrieben: „Die Seelsorge in der Neuapostolischen Kirche hat zum Ziel, dem Nächsten beizustehen auf dem Weg, der zur Erlösung von Sünde und Tod sowie zur Gestaltung zum Ebenbild Christi führt.“ Weiter heisst es: „Den Gläubigen wird besondere Zuwendung in allen Lebensverhältnissen zuteil, indem die Amtsträger sie im Seelsorgebesuch in ihren Sorgen und Fragen begleiten.“ 
Weltweit ist dieses Grundverständnis einheitlich – in der praktischen Ausgestaltung zeigt sich jedoch Vielfalt, geprägt von unterschiedlichen kulturellen Prägungen und Rahmenbedingungen. Zugleich sind die Möglichkeiten der Seelsorge begrenzt: Nicht alle Lebensfragen lassen sich geistlich beantworten, und nicht jede Not kann allein durch Seelsorge gelindert werden. Ehrenamtliche Geistliche stoßen beim Erbringen von Seelsorge immer wieder an Grenzen – zeitlich, fachlich und emotional.
Anlässlich der Bezirksapostelversammlung erfolgte ein Austausch über das Verständnis von Seelsorge in seinen regionalen Ausprägungen. Etliche Fragen versuchten wir in Workshops zu beantworten. 
Ich bin sehr dankbar, dass wir uns im Kreis der Bezirksapostel über diesen Kernauftrag der Kirche Gedanken machen. Die Arbeit dazu ist nicht abgeschlossen, sondern wird in den kommenden Versammlungen noch weiter vertieft.
Am Sonntag erlebten wir den Festgottesdienst mit unserem Stammapostel in der Kirche Bülach. Ein wahres Fest unseres Glaubens. Ich hoffe und bete dafür, dass dieser Gottesdienst eine nachhaltige Wirkung für uns alle haben wird. 

Möge Gott euch und eure Lieben auch in der kommenden Woche bewahren und begleiten.

Mit lieben Grüssen
Thomas Deubel