Glauben in voller Lautstärke

15.11.2025

Die ökumenische Heavy-Metal-Andacht in der Neuapostolischen Kirche Jenbach verband kraftvolle Musik mit biblischen Texten. „Steinwerfen“ und das Entzünden von Kerzen unterstrichen Themen wie Loslassen, Vergebung und Erlösung. Die Teilnehmenden erlebten einen eindrucksvollen Abend voller Spiritualität und Gemeinschaft.

Am 15. November abends fand in der Neuapostolischen Kirche Jenbach die zweite ökumenische Heavy-Metal-Andacht statt, welche die kraftvolle Energie des Heavy Metal mit der geistlichen Tiefe biblischer Texte verband. Ausgehend von den Worten aus Matthäus 18,6 und dem Zuspruch Jesu in Johannes 8,11 wurden die Teilnehmenden durch dynamische Gitarrenklänge, eindringliche Melodien und hoffnungsvolle Refrains geführt. Die musikalischen Beiträge griffen die zentralen Themen der Andacht auf und interpretierten sie auf eindrucksvolle Weise.

Ein wesentlicher Bestandteil war das „Steinwerfen“: Zu Beginn erhielt jede Person einen kleinen Stein und eine Kerze. Im Kirchenraum waren größere Steine mit Begriffen wie Sünde, Anschuldigung und Ausrede vorhanden. Wer wollte, konnte seinen Stein im Verlauf der Andacht in den Kirchengarten werfen – ein symbolischer Akt des Loslassens, der die musikalischen Reflexionen über Verurteilung und Erlösung vertiefte.

Im weiteren Verlauf wurden immer dann die ausgeteilten Kerzen entzündet, wenn ein Lied oder ein Bibelwort besonders berührte. Der zu Beginn völlig verdunkelte Kirchenraum erhellte sich so Stück für Stück, bis die flackernden Lichter am Altar und unter dem Kreuz zu einem eindrucksvollen Zeichen der Zusage aus 1. Johannes 1,5 wurden: „Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis.“

Den Abschluss bildete ein geistlicher Impuls der evangelischen Jugenddiakonin zum Thema Erlösung. Erlöst zu sein bedeute, nicht perfekt sein zu müssen, Vergebung gegenüber sich selbst und anderen zu leben und Liebe ohne Bedingungen zu schenken und anzunehmen. Die Worte, verstärkt durch die zuvor gehörten Lieder, hinterließen bei den Besucherinnen und Besuchern der Andacht einen nachhaltigen Eindruck.

Nach dem letzten Lied, das mit dem Refrain „zum Paradies“ verklang, kamen die Teilnehmenden im Untergeschoss der Kirche zusammen. Bei Speisen und Getränken bot sich Gelegenheit, die Eindrücke des Abends auszutauschen und nachwirken zu lassen. Die Gespräche waren ein Zeichen dafür, dass Gottes Liebe die Menschen auf ganz unterschiedlichen Wegen und in vielfältigen Ausdrucksformen erreichen kann.