Vom Sturm zur Stille

16.04.2026

Jeden zweite Woche im Monat umrahmt das Gemeindeorchester die Gottesdienste in Rüti. Am Donnerstagabend war der Bischof zu Besuch.

Das Bibelwort für diesen Gottesdienst stammt aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 8, 25-26: „Und sie traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf, wir verderben! Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer; und es ward eine grosse Stille.“

In dieser biblischen Geschichte waren die Jünger mit dem schlafenden Jesus auf dem See Genezareth unterwegs. Der See liegt auf 212 m unter dem Meeresspiegel. Die Berge daneben ragen bis zu 2800 m über Meer auf. Durch diesen Kanal blasen oftmals heftige Winde. Die grosse Angst der Jünger war also völlig gerechtfertigt. Jesus musste zunächst geweckt werden, dann sorgte er für Stille.

Bei David „blinkten“ auch die Sturmwarnlampen, als er dem riesigen Goliath gegenüberstand. Durch seine Erfahrungen mit Gottes Hilfe in früheren Gefahren, welche er als Hirte erlebte, wusste David aber, dass Gott noch viel grösser ist als Goliath. Im Vertrauen in seinen Gott, wurde es still in David und er konnte Goliath mit seiner Steinschleuder besiegen.

Der Bischof erklärte den Gläubigen, dass in grossen Nöten auch bei ihnen sicherlich immer wieder die Sturmlampen blinken würden. Dann sei es wichtig, Gott im Gebet zu „wecken“, still zu werden, und in vollem Vertrauen seine Hilfe zu erbitten, welche jedoch auch mal anders als erhofft ausfallen könne.

Das Orchester unterstrich diese Ausführungen mit dem Bonhoeffer-Lied „Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar.“

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