Am 21. April 2026 versammelten sich die Senioren des Bezirks Zürich-West in der Neuapostolischen Kirche in Dietikon, um mit Apostel Reto Keller einen Gottesdienst zu erleben. Als Grundlage zum Gottesdienst diente das Bibelwort aus 2. Thessalonicher 3,3: «Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.»
Der AD-hoc Chor stimmte den Gottesdienst mit dem Loblied «Alles Leben strömt aus Dir» ein. Auch wir als Senioren dürfen aus unserer persönlichen Erfahrung ins Loblied einstimmen für all die Lebenserfahrungen, welche wir im Glauben sammeln konnten, geprägt von vielen schönen Erlebnissen, aber auch schwierigen Augenblicken. Diese Erfahrungen dürfen zur Stärkung geteilt werden: Der Herr hat Gnade zu unserer Reise gegeben.
Gottes Treue im Nahe-Sein
Schön ist, wenn wir die Sicherheit haben, dass wir das, was wir erleben oder das, was noch vor uns liegt, nicht allein durchleben müssen. Es ist mindestens immer einer da, der mit uns die Freuden und Leiden teilt, das ist unser grosser Gott. Der Herr ist treu, heisst es im vorgelesenen Bibelwort, und im Psalm 101,6 sagt Gott: «Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, …»
Dieses Gefühl der Gegenwart Gottes soll jeden Morgen beim Aufstehen, im Gebet, in den Gottesdiensten und besonders im Heiligen Abendmahl erlebbar sein. Und so heisst es, seine Güte «.. ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gross» (Klagelieder 3,23). Wir können aus unserer Lebenserfahrung schöpfen und uns fragen, wie wir seine Treue erleben? Es soll eine Sicherheit in uns entstehen, die sich auf den letzten Worten Jesu in Matthäus 28,20 abstützt: «Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende». Wenn unsere Treue auch Freude bereitet, dann ist es Liebe. Gott ist auch uns treu - aus Liebe zu dir und zu mir, wie es im 1. Johannes 4,9 steht: «Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.»
Gott will dich stärken
Gott stärkt unseren Glauben und unsere Hoffnung auf die Wiederkunft Christi. Geduld kann erforderlich sein, wenn man an körperliche Grenzen stösst. Auch im Glauben kann man an seine Grenzen stossen, wenn man sich beispielsweise fragt, wo all die anderen aus der eigenen Gemeinde hin sind. Gott hält alles in den Händen, aber wir können unsere Gaben weiterhin für die Mitmenschen und die Gemeinde einsetzen. Wir stehen alle mitten in der Gesellschaft und im Werk des Herrn, auch wenn wir nur mit unseren Gedanken für den anderen einstehen oder unsere Gotteserlebnisse teilen können. Wir sollen uns nicht kleiner machen, als wir sind – denn echte Demut bedeutet nicht, sich selbst geringer einzuschätzen, als es der Wirklichkeit entspricht (Sirach 10,28)! Gott stellt den Menschen ins rechte Licht und er stärkt auch die Gemeinschaft. Jesus Christus hat den Grund für die Gemeinde gelegt, damit Gläubige gemeinsam Gott loben und das Abendmahl feiern können. Dies mit dem Vorhaben, uns in der Gemeinschaft zu stärken. Auch wenn wenige am Gottesdienst teilnehmen, so ist das Wort Gottes immer hundertprozentig. Gott stärkt uns durch sein Wort und durch das Wissen, dass wir jederzeit mit ihm sprechen können.
Gott will dich bewahren
Gottes Bewahrung bedeutet nicht ein Leben ohne Sorgen, Schmerzen, familiäre Probleme und schwierige Entscheidungen, was ein unglaubliches Privileg wäre. Vor was will Gott uns bewahren? Gott bewahrt uns vor allem, was uns von seiner Liebe trennen könnte, und vor allem, was uns vom Bedürfnis nach Heil entfernen würde. Er hilft uns, das Negative zu überwinden, das uns sowohl die Glaubensfreude als auch die Lebensfreude rauben kann. Wie soll das geschehen? Betrachten wir das grossartige Gebet des UNSER VATERS (Matthäus 6,13), dass uns Jesus gelehrt hat. Wir beten «, … erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit ...» Was für ein Gegensatz und genau da entsteht die Kraft. Aus dieser Hoffnung auf die Herrlichkeit in Ewigkeit, und das Bewusstsein, der Herr ist da, in Treue begleitet er uns durch unser Leben «…in Ewigkeit, Amen».
Die mitdienende Priesterin und die mitdienenden Priester unterstrichen die Gedanken des Apostels und bereiteten auf das Heilige Abendmahl vor. Erfüllt mit dem Bewusstsein, Gott ist da, mit seiner Nähe, Treue und Liebe, verabschiedeten wir uns auf ein Wiedersehen.